Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedensresolution

Ähnlich  zu  beurteilen  ist  auch  das  Abschwenken  weiterer
überseeischer  Neutraler  in  das  Lager  unserer  Feinde.
Bolivia  hatte  sich  schon  gleich  nach  dem  3.  Februar  1917
den  Vereinigten  Staaten  angeschlossen.  Cuba  und  Panama
traten  Anfang  April  der  Erklärung  des  Kriegszustandes
durch  die  Union  bei.  Kurz  darauf,  am  11.  April,  brach
Brasilien  aus  Anlaß  der  Versenkung  eines  brasilianischen
Dampfers  die  Beziehungen  zu  uns  ab.  Es  folgten  eine
Reihe  mittel-  und  südamerikanischer  Republiken,  so  daß
auf  dem  amerikanischen  Erdteil  schließlich  nur  noch
Mexiko,  Argentinien,  Chile,  Paraguay,  Columbia,  Venezuela
  und  Salvador  in  der  Neutralität  verharrten.  Auch
das  Königreich  Siam,  in  dessen  Häfen  Deutschland
seit  langem  bedeutende  Handelsniederlassungen  gegründet
und  entwickelt  hatte,  fügte  sich  dem  Druck  der  Entente
und  erklärte  uns  ohne  jeden  Anlaß  Ende  Juli  den  Krieg.

In  Europa  vermochte  Griechenland  der  von  der  Entente
ausgeübten  Erpressung  nicht  zu  widerstehen.  Am  11.  Juni
1917  sah  sich  König  Konstantin,  der  mit  bewundernswerter
  Unerschrockenheit  an  der  Neutralität  festgehalten
hatte,  zur  Abdankung  und  zum  Verlassen  des  Landes
gezwungen.  Damit  war  Griechenlands  Übergang  in  das
Lager  unserer  Feinde  besiegelt.

So  stand  schließlich  gegen  uns  und  unsere  drei  Verbündeten
  die  ganze  Welt  im  Kampf,  bis  auf  die  drei  skandinavischen
  Staaten,  die  Niederlande,  die  Schweiz,  Spanien,
Persien,  Mexiko  und  einige  südamerikanische  Republiken.

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