Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedensresolution

Der  Fortgang  der  militärischen
Operationen

Im  Westen  hatten  sich  unterdessen  neue  gewaltige
Kämpfe  abgespielt.

Hindenburg  war  dem  erwarteten  großen  Offensivstoß
  der  Feinde  ausgewichen,  indem  er  unsere  zwischen
Arras  und  der  Aisne  in  weitem  Bogen  vorspringende
Front  auf  eine  fast  gerade  Linie  zurückgenommen  hatte,
die  von  der  Gegend  östlich  Arras  über  St.  Quentin  nach
den  Höhen  nördlich  von  Vailly  führte.  Die  Zurücknahme
unserer  Truppen  auf  diese  neue,  stark  befestigte  Linie  war
Mitte  März  unbemerkt  vom  Gegner  durchgeführt  worden.
Durch  planmäßige  Zerstörung  aller  Verkehrswege  und
Stützpunkte  in  dem  geräumten  Gebiet  war  für  den  Feind
die  Annäherung  gegen  die  neue  Front  außerordentlich
erschwert  worden.  Dafür  unternahmen  Engländer  und
Franzosen  im  April  eine  mit  stärkstem  Einsatz  geführte
Flügeloffensive.  Die  Engländer  stießen  vom  9.  April  an
bei  Arras  vor,  während  die  Franzosen  etwa  eine  Woche
später  an  der  Aisne  und  in  der  Champagne  nach  sechstägiger
  stärkster  Artillerievorbereitung  zum  Angriff  auf
breiter  Front  vorgingen.  Die  Offensiven  hatten  das  Schicksal
  aller  früheren:  sie  kamen  über  bescheidene  Anfangserfolge
  nicht  hinaus,  unsere  Truppen  vermochten  in
heldenhafter  Gegenwehr  den  Durchbruch  zu  verhindern.

28