Englische  Gegenmaßnahmen

Grasland  in  Ackerland  die  britischen  Inseln  von  der
ausländischen  Getreidezufuhr  unabhängig  machen  sollte.
Natürlich  wurden  auch  die  größten  Anstrengungen  gemacht,
  um  den  während  des  Krieges  so  stark  zusammengeschrumpften
  Bau  von  Handelsschiffen  wıeder  hochzubringen.
  Die  vorhandenen  Lebensmittel  wurden  durch
scharfe  Vorschriften  über  die  Ausmahlung  und  über
Zusatzmittel  gestreckt,  der  Verbrauch  wurde  durch  eine
knapp  zugemessene  Verteilung  empfindlich  eingeschränkt.

Amerika  suchte  nach  Möglichkeit  zu  helfen.  Vor  allem
in  Schiffbau,  der  nach  anfänglichen  Fehlschlägen,  so  mit
dem  massenhaften  Bau  von  Holzschiffen,  in  der  Tat  einen
großen  Aufschwung  nahm;  dann  aber  auch  mit  der  Zufuhr
von  Lebensmitteln.  Hier  geschah,  was  ich  von  Anfang
an  gefürchtet  hatte.  Die  amerikanische  Regierung  ließ  sich
weitgehende  Vollmachten  für  die  Regelung  der  inneren
Lebensmittelverteilung  und  der  Lebensmittelausfuhr  erteilen.
  Auf  Grund  dieser  Vollmachten  gelang  es  gegen
die  Mitte  des  Jahres  1917,  für  die  Versorgung  Englands
größere  Mengen  von  Getreide  verfügbar  zu  machen.

Von  der  zweiten  Aprilhälfte  an  bis  in  den  Juli  hinein
stieg  die  Besorgnis  in  England  auf  ihren  Höhepunkt.
Wir  erhielten  in  jener  Zeit  aus  einer  unbedingt  zuverlässigen
  Quelle  Nachrichten,  daß  Lloyd  George  bei
seinem  Besuch  in  Paris  sich  geradezu  verzweifelt  über  die
Ernährungslage  Englands  ausgesprochen  habe.  Es  schien
in  der  Tat,  als  sei  dem  U-Bootkrieg  der  Erfolg  beschieden.

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