Kein  entscheidender  Erfolg

  

von  Kriegsbedarf  nicht  weniger  als  zwei  Drittel  der
Gesamteinfuhr  beansprucht.  Einer  Einfuhr  von  Industrieund
  Handelswaren  in  Höhe  von  40  Millionen  Tonnen  im
Jahre  1913  habe  also  im  Jahr  1916  nur  eine  Einfuhr  in
Höhe  von  14  bis  15  Millionen  Tonnen  gegenübergestanden.
Im  laufenden  Jahre  könne  man  in  keiner  Weise  hoffen,
auch  nur  annähernd  diese  verkürzte  Menge  zu  erhalten.

Die  „Frankfurter  Zeitung‘'  bemerkte  damals  zu  dieser
Veröffentlichung:  ,‚Was  in  aller  Welt,  so  muß  man  sich
fragen,  will  diese  Offenheit?  Damit  wird  doch  Punkt
für  Punkt  das  bestätigt,  was  von  ruhigen  Beobachtern
der  englischen  Verhältnisse  längst  gesagt,  was  aber  fast
in  der  ganzen  englischen  Presse  bis  vor  kurzem  leidenschaftlich
  bestritten  wurde.  Was  will  diese  Darstellung  ?
Will  sie  allmählich  abbauen  oder  abwiegeln  ?“

Aber  auch  wenn  man  die  Aussichten  auf  den  schließlichen
  Erfolg  des  U-Bootkriegs  noch  so  hoffnungsvoll
beurteilte  —  die  allzu  bestimmten  Voraussagen,  daß  der
uneingeschränkte  U-Bootkrieg  innerhalb  von  fünf  oder
sechs  Monaten  zur  Niederwerfung  Englands  führen  werde,
waren  in  zu  weite  und  zu  tiefe  Kreise  gedrungen,  als  daß
nach  Ablauf  der  genannten  Zeit  das  Ausbleiben  des  entscheidenden
  Erfolges  nicht  eine  Enttäuschung  und  einen
Stimmungsrückschlag  hätte  hervorrufen  müssen.

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