Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedessresolution

Unser  Verhältnis  zu  Österreich-Ungarn

Die  Stellung  Deutschlands  und  Österreich-Ungarns
  zum  Krieg

Über  den  Beitritt  Österreich-Ungarns  zum  uneingeschränkten
  U-Bootkrieg  hat  sich  Graf  Czernin  in  einer
öffentlichen  Rede  vom  11.  Dezember  1918,  auf  die  ich
in  der  weiteren  Darstellung  noch  öfters  zurückkommen
werde,  wie  folgt  geäußert:

„Meine  damaligen  Ministerkollegen  Tisza  und  Clam
sowohl  wie  meine  Wenigkeit  waren  mit  Kaiser  Karl  in
der  Ablehnung  dieses  Vorschlages  vollständig  einig,  und
rückhaltlos  zugestimmt  hat  dem  Gedanken  nur  der  damalige
  Admiral  Haus.  Es  muß  hier  konstatiert  werden,
daß  die  deutsche  Motivierung  nicht  so  sehr  darauf  ging,
England  durch  Hunger  zu  besiegen,  sondern  darin  gipfelte,
daß  die  Westfront  nur  zu  halten  sei,  wenn  die  amerikanischen
Munitionstransporte  versenkt  würden,  daß  also  ein  rein
technisch-militärisches  Moment  in  den  Vordergrund
geschoben  wurde.  Ich  habe  damals  ernstlichst  die  Absicht
ventiliert,  uns  in  dieser  Frage  von  Deutschland  zu  trennen,
und  die  geringe  Zahl  unserer  U-Boote  hätte  unser  Nichtmitmachen
  kaum  bemerkbar  gemacht.  Aber  ein  anderer
Umstand  fiel  in  die  Wagschale.  Sollte  der  U-Bootkrieg  in
den  nördlichen  Gewässern  mit  Erfolg  geführt  werden,  dann
mußte  er  gleichzeitig  im  Mittelmeer  einsetzen.  Blieb  dieses
frei,  so  wären  die  Transporte  über  Italien,  Frankreich

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