Vom  eU-Bootkrig  bis  zur  Friedensresolution

  

Kaiser  Wilhelm  wiegelte  jedoch  ab  mit  dem  Hinweis,
daß  nach  seiner  Ansicht  jeder  weitere  Schritt  vermieden
werden  müsse,  der  eine  Verständigung  mit  dem  neuen  Rußland
  erschweren  könne.

Späterhin  wurde  von  österreichischer  Seite  die  sogenannte
„austro-polnische  Lösung“  angeregt,  nach  der  das  neue
aus  Russisch-Polen  und  Galizien  bestehende  Königreich
zum  mindesten  durch  Personalunion  mit  der  österreichischungarischen
  Monarchie  verbunden  werden  sollte;  nachdem
die  österreichische  Regierung  das  Gefühl  gewonnen  hatte,
daß  die  deutsche  Regierung  diesen  Gedanken  nicht  a  limine
abweisen  würde,  ging  sie  weiter  und  verlangte  auch  die
wirtschaftliche,  insbesondere  die  zollpolitische  Angliederung
Polens  an  die  Österreichisch-ungarische  Monarchie.  Die
großen  deutschen  Interessen,  dıe  in  der  polnischen  Frage
auf  dem  Spiel  standen,  konnten  bei  aller  Geneigtheit,
dem  Bundesgenossen  in  einer  so  tief  in  seine  staatlichen
Verhältnisse  einschneidenden  Frage  Verständnis  und
Entgegenkommen  zu  zeigen,  nicht  mit  einer  leichten
Handbewegung  zur  Seite  geschoben  werden.

Österreich  suchte  seinen  Wünschen  den  Boden  zu
bereiten  vor  allem  durch  eine  eifrige  Unterstützung  der
polnischen  Forderungen  auf  einen  beschleunigten  Ausbau
des  polnischen  Staatswesens.

Wir  hatten  klüglich  das  entgegengesetzte  Interesse.
Nicht  nur,  daß  wir  uns  die  Möglichkeit  einer  Verständigung
mit  Rußland  über  Polen  auch  jetzt  noch  offenhalten

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