Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedensresolution

hin;  ın  den  zweieinhalb  Monaten  seit  seiner  Eröffnung
seien  2  Millionen  Tonnen,  etwa  ein  Fünftel  des  auf
England  fahrenden  Schiffsraums,  versenkt  worden.  Ein
Monat  U-Bootkrieg  vernichte  mehr  Tonnage,  als  England
  im  ganzen  Jahr  1916  ausgebaut  habe.  Die  angekündigten
  tausend  amerikanischen  Holzschiffe  würden
nur  den  Verlust  von  vier  Monaten  decken,  wenn  sie
schon  da  wären;  sie  würden  aber  zu  spät  kommen.  Die  aus
England  vorliegenden  Nachrichten  zeigten,  daß  Vorräte,
die  eine  Lücke  in  der  Zufuhr  überbrücken  könnten,  nicht
vorhanden  seien.  Schon  jetzt,  nach  zweieinhalb  Monaten,
  müsse  den  verantwortlichen  Personen  in  England
klar  werden,  daß  der  U-Bootkrieg  die  Lebenshaltung  der
Bevölkerung  auf  ein  unerträgliches  Maß  herabdrücken
und  die  Kriegsindustrie  so  beeinträchtigen  werde,  daß  die
Hoffnung,  Deutschland  durch  Übermacht  an  Munition
und  Geschützen  zu  schlagen,  aufgegeben  werden  müsse.

Die  Erwiderung  des  Reichskanzlers  auf  die  Denkschrift
des  Grafen  Czernin  wurde  am  4.  Mai  dem’  Kaiser  vorgelegt.
Sie  stützte  sich  in  ihren  Ausführungen  über  die  militärische
Lage  und  den  U-Bootkrieg  auf  die  Äußerungen  der  Obersten
Heeresleitung  und  des  Admiralstabs  und  nahm  außerdem
Bezug  auf  eine  Rede,  die  ich  am  28.  April  im  Hauptausschuß
  des  Reichstages  in  Kenntnis  der  österreichischen
Zweifel  über  die  Wirkungen  des  U-Bootkriegs  und  nicht
zum  wenigsten  ın  der  Absicht,  diesen  Zweifeln  entgegenzuwirken,
  gehalten  hatte.  Sie  fügte  hinzu:

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