Besprechungen  ım  Hauptausschuß

Krieges  mit  den  Vereinigten  Staaten  aus  Anlaß  unseres
  uneingeschränkten  U-Bootkrieges  behandelt  hatte;
ferner  durch  die  unglückliche  Affäre  seines  Bündnisangebots
  an  den  mexikanischen  Präsidenten  Carranza,
das  von  den  Amerikanern  aufgefangen  und  dechiffriert
worden  war;  schließlich  durch  die  Angelegenheit  der
durch  einen  Kurier  des  Auswärtigen  Amtes,  aber  ohne
Vorwissen  des  Amtes,  nach  Christiania  eingeschmuggelten
Bomben.

Der  Admiral  von  Capelle  hatte  sich,  ähnlich  wıe  der
Admiralstab,  in  den  Voraussagen  über  die  Wirkungen
des  U-Bootkriegs  zu  weit  vorgewagt;  er  hatte  vor  allem
amerikanische  Munitions-  und  Truppentransporte  größeren
Stiles  als  unmöglich  erklärt,  „eine  bessere  Jagdbeute
könnten  sich  unsere  U-Boote  nicht  wünschen‘,  Auch
mir  wurde  der  Vorwurf  gemacht,  daß  ich  die  für  den  Erfolg
des  U-Bootkriegs  maßgebenden  Verhältnisse  falsch  beurteilt
  und  durch  mein  Votum  den  Ausschlag  für  die  Eröffnung
  des  uneingeschränkten  U-Bootkriegs  gegeben
hätte.  Ich  konnte  damals  in  Rücksicht  auf  die  Sache  die
von  mir  bis  zur  Entscheidung  über  den  U-Bootkrieg
eingenommene  Stellung  nicht  klarlegen.  So  hatte  auch
ich  gegenüber  dem  Ansturm  dieser  Tage  einen  doppelt
schweren  Stand.

Am  4.  und  5.  Juli  wurden  die  von  den  Herren  Ebert
und  Erzberger  eingeleiteten  Vorstöße  mit  gesteigerter
Heftigkeit  von  den  sozialdemokratischen  Abgeordneten

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