Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedensresolution

David,  Noske  und  Hoch  fortgesetzt,  während  die  Sprecher
der  bürgerlichen  Parteien  sich  eine  anerkennenswerte
Zurückhaltung  auferlegten.

Ich  versuchte  den  Ansturm  abzuwehren  und  den  Mitgliedern
  des  Ausschusses  zum  Bewußtsein  zu  bringen,  daß
nur  Ruhe,  Besonnenheit  und  Entschlossenheit  uns  zu
einem  erträglichen  Frieden  helfen  könnten,  daß  dagegen
ein  Nervenzusammenbruch  uns  rettungslos  dem  Untergang
  ausliefern  müsse.

Schon  am  ersten  Tage  der  Ausschußberatung  führte
ich  gegenüber  den  Abgeordneten  Ebert  und  Erzberger
aus:

„Wir  sind  nicht  am  Ende  unserer  Kraft.  Wir  sind  es
nicht,  weil  wir  es  nicht  sein  dürfen.  Es  steht  für  uns  alles
auf  dem  Spiel.  Daß  wir  heute  keinen  Frieden  haben
können,  keinen  Hindenburg-Frieden  und  keinen  Scheidemann-Frieden,
  das  wissen  wir  alle.  Wenn  wir  heute  Frieden
machen  wollen,  dann  gibt  es  einen  Kapitulationsfrieden,
einen  Unterwerfungsfrieden,  der  uns  für  ein  Jahrhundert
zu  Sklaven  unserer  Feinde  macht.  Und  weil  das  eine
Unmöglichkeit  ist,  weil  eine  Nation  eher  zugrundegehen
als  ein  solches  Schicksal  auf  sich  nehmen  kann,  darum
fehlt  uns  die  Kraft  nicht,  wenn  es  gilt,  auch  noch  einen
vierten  Winter  durchzuhalten  ..  .“

Dem  Abgeordneten  Noske,  der  auf  die  schleunige  Durchführung
  der  inneren  Reformen  drängte  und  dabei  mich  als
die  Seele  des  Widerstands  scharf  angriff,  entgegnete  ich:

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