Vom  U-Bootkrieg  bis  zur  Friedensresolution

Der  Abgeordnete  von  Payer,  der.  von  den  Mehrheitsparteien
  beauftragt  war,  die  Resolution  dem  Kanzler
zu  überreichen,  erklärte  mir,  es  sei  an  der  Resolution
kein  Wort  zu  ändern.  Auch  habe  er  den  Auftrag,
vom  Kanzler  zu  verlangen,  daß  er  in  seiner  im
Reichstag  abzugebenden  Erklärung  die  Resolution
glatt  annehme,  ohne  irgendeinen  erklärenden  oder  umschreibenden
  Zusatz,  auch  ohne  jede  Berufung  auf  seine
bisherige  Politik.  Ich  antwortete  Herrn  von  Paper:
„Wenn  ich  Kanzler  wäre,  würde  ich  unter  keinen  Umständen
  unter  ein  solches  kaudinisches  Joch  gehen;
da  ich  nur  Stellvertreter  des  Kanzlers  bin,  werde  ich
meinen  ganzen  Einfluß  bei  dem  Kanzler  aufbieten,  um
ihn  zu  veranlassen,  ein  solches  Ansinnen  kategorisch
zurückzuweisen.“

Der  Kanzler  hatte  sich  Herrn  von  Payer  für  neun  Uhr
abends  zur  Verfügung  gestellt.  Es  war  halb  neun  Uhr,
als  meine  Unterhaltung  mit  Herrn  von  Payer  zu  Ende
war.  Ich  fuhr  zum  Kanzler.  Dieser  war  gerade  vom
Kaiser  zurückgekommen.  Er  teilte  mir  mit:  Der  Kaiser
habe  den  Wortlaut  der  ‚‚Friedensresolution“  an  den  Feldmarschall
  telephoniert.  Dieser  habe  geantwortet,  die
Oberste  Heeresleitung  müsse  von  dieser  Resolution  eine
Schädigung  der  Schlagkraft  des  Heeres  befürchten,  für
die  sie  die  Verantwortung  nicht  übernehmen  könne.  Der
Kaiser  habe  ihn,  den  Kanzler,  beauftragt,  Herm  von
Payer  zu  erklären,  in  der  vorliegenden  Fassung  sei  die

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