Verhandlungen  wegen  des  Wortlauts  der  Friedensresolution

Resolution  aus  den  von  der  Obersten  Heeresleitung  angegebenen
  Gründen  unannehmbar.  Im  übrigen  habe  der
Kaiser  Hindenburg  und  Ludendorff  zu  weiteren  Besprechungen
  nach  Berlin  befohlen  ;  sie  würden  am  nächsten
Vormittag  eintreffen.

Der  Kanzler  fügte  hinzu,  er  habe  dem  Kaiser  die  Unhaltbarkeit
  seiner  Stellung  zu  den  Parteien  und  zur  Obersten
Heeresleitung  auseinandergesetzt  und  erneut  um  seine  Entlassung
  gebeten.  Während  des  Vortrags  habe  der  Chef  des
Militärkabinetts  General  von  Lyncker  bestätigt,  daß  Hindenburg
  und  Ludendorff  telegraphisch  um  ihre  Entlassung
nachgesucht  hätten.  Der  Kaiser  habe  ihn  zwar  seines  ungeminderten
  Vertrauens  versichert  und  erklärt,  gegenüber
den  beiden  Generalen  werde  er  die  Sache  am  nächsten
Tage  in  Ordnung  bringen.  Er  sei  aber  unbedingt  entschlossen,
  auf  seinen  Rücktritt  zu  bestehen.

Ich  konnte  Herrn  von  Bethmann  in  diesem  EntschluB
nur  bestärken.  Man  mochte  über  die  sachliche  Berechtigung
  und  die  Zweckmäßigkeit  der  Stellungnahme  der
Herren  von  der  Obersten  Heeresleitung  gegen  Herrn  von
Bethmann  denken,  wie  man  wollte  —  eine  weitere  Zusammenarbeit
  war  jetzt  in  der  Tat  unmöglich,  und  einen
Rücktritt  von  Hindenburg  und  Ludendorff  hätte  weder
die  Armee  noch  das  Volk  vertragen.

Inzwischen  war  Herr  von  Payer  im  Reichskanzlerhause
eingetroffen,  um  sich  des  Auftrags  der  Mehrheitsparteien
zu  entledigen.  Der  Kanzler  teilte  ihm  mit,  daß  die

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