Die  Kanzlerschaft  des  Herrn  Michaelis

nur  Elsaß-Lothringen  bringen  sollte,  zurückwies  und  die
Erwerbung  des  Saargebietes  sowie  ‚Garantien‘  auf  dem
linken  Rheinufer  zur  Voraussetzung  von  Friedensverhandlungen
  machte.  Die  Ablehnung  der  Anregung  des  Kaisers
Karl  erfolgte,  ohne  daß  das  französische  Kabinett  mit  dem
Kaiserbrief  befaßt  worden  war;  nur  Herr  Riböt  wurde
von  Herrn  Poincare  mit  ausdrücklicher  Zustimmung  des
Prinzen  Sıxtus  unterrichtet.  Desgleichen  wurden  weder
Belgien,  noch  Rußland,  noch  die  Vereinigten  Staaten  vor  der
Ablehnung  über  die  Angelegenheit  orientiert  oder  befragt.

Was  unter  den  ‚Garantien  auf  dem  linken  Rheinufer“,
die  Frankreich  forderte,  zu  verstehen  war,  ergibt  sich  aus
der  im  Februar  1917  getroffenen,  von  der  Bolschewistenregierung
  veröffentlichten  Abmachung  zwischen  der  französischen
  und  russischen  Regierung.  Nach  dieser  Abmachung
  sollte  Frankreich  Elsaß-Lothringen  und  das  Saargebiet
  erhalten;  der  übrige  Teil  des  linken  Rheinufers
sollte  von  Deutschland  politisch  und  wirtschaftlich  abgetrennt
  und  zu  einem  neutralen  Pufferstaat  gemacht
werden.

Nachdem  an  so  unerhörten  Forderungen,  wie  sie  nur
einem  gänzlich  geschlagenen  und  wehrlos  gemachten
Deutschland  zugemutet  werden  konnten,  der  private,
in  seinem  springenden  Punkte  vor  dem  eigenen  Minister
des  Auswärtigen  geheimgehaltene  Friedensversuch  des
österreichischen  Kaisers  gescheitert  war,  scheint  allerdings
in  Frankreich  ein  Stimmungsumschwung  eingetreten

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