Rundschreiben  des  Papstes



Vorherrschaft  des  Rechts  sei  jedes  Hindernis  für  den
Verkehr  der  Völker  durch  Sicherung  der  Freiheit  und
Gemeinsamkeit  der  Meere  zu  beseitigen.  —  Von  diesem
Programm  für  das  künftige  Zusammenleben  der  Völker
auf  die  Beendigung  des  gegenwärtigen  Krieges  übergehend,
schlug  das  Rundschreiben  vor,  in  der  Frage  der  Kriegskosten
  den  Grundsatz  eines  vollständigen  und  gegenseitigen
  Verzichts  aufzustellen;  ferner  die  beiderseitige
Herausgabe  der  besetzten  Gebiete  zuzugestehen,  was  für
Deutschland  die  Herausgabe  Belgiens  ,‚mit  Garantie  seiner
vollen  politischen,  militärischen  und  wirtschaftlichen  Unabhängigkeit
  gegenüber  gleichviel  welcher  Macht‘'  bedeute,
desgleichen  die  Räumung  von  Nordfrankreich;  ebenso  für
die  anderen  kriegführenden  Parteien  „eine  ähnliche  Herausgabe
  der  deutschen  Kolonien“.  Das  Rundschreiben
wandte  sich  dann  zu  den  ‚‚strittigen  territorialen  Fragen“,
die  zwischen  Italien  und  Österreich,  Deutschland  und
Frankreich  schwebten;  hier  sprach  es  die  Hoffnung  aus,
,‚daß  die  streitenden  Parteien  in  Anbetracht  der  unermeßlichen
  Vorteile,  die  ein  mit  Abrüstung  verbundener,  dauerhafter
  Friede  bringt,  gewillt  seien,  diese  Fragen  aus  einer
versöhnlichen  Gesinnung  heraus  zu  prüfen,  dabei  den
Bestrebungen  der  Völker  nach  Maßgabe  des  Gerechten
und  Möglichen  Rechnung  zu  tragen  und  die  Sonderinteressen
  dem  Allgemeinwohl  der  großen  menschlichen
Gemeinschaft  einzuordiien“.  Derselbe  Geist  der  Billigkeit
  und  Gerechtigkeit  werde  die  Prüfung  der  anderen

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