Beratungen  über  die  Pa.  3tnote

Papstnote  ausdrücklich  auf  die  Friedensresolution  des
Reichstags  Bezug  genommen  werde.

Für  den  nächsten  Tag  hatte  der  Kaiser  im  Schloß
Bellevue  eine  Beratung  über  die  allgemeine  Lage  und
insbesondere  über  die  belgische  Angelegenheit  angesetzt,
zu  der  außer  dem  Reichskanzler  und  mir  die  Staatssekretäre
  von  Kühlmann  und  Graf  Roedern,  die  Staatsminister
  von  Breitenbach  und  von  Waldow,  der  Generalfeldmarschall
  von  Hindenburg,  der  General  Ludendorff,  der
Chef  des  Admiralstabs  von  Holtzendorff,  der  Staatssekretär
  des  Reichsmarineamts  von  Capelle  und  der
Generalgouverneur  von  Belgien  Generaloberst  von  Falkenhausen
  befohlen  waren.  Auch  der  Kronprinz  nahm  an
der  Beratung  tel.  Der  Reichskanzler  und  Herr  von
Kühlmann  machten  geheimnisvolle  Andeutungen  über
eine  Friedensmöglichkeit,  die  sich  neuerdings  eröffnet
habe,  und  zwar  durch  Mitteilungen  eines  von  England
beauftragten  neutralen  Vertreters.  Voraussetzung  für
Friedensverhandlungen  sei  unser  völliger  und  bedingungsloser
  Verzicht  auf  Belgien;  sie  befürworteten  diesen
Verzicht.  Demgegenüber  setzte  sich  der  Chef  des  Admiralstabs
  dafür  ein,  daß  jeder  Friede  uns  die  flandrische
Küste  bringen  müsse.  Die  Herren  von  der  Obersten
Heeresleitung  gaben  zwar  die  flandrische  Küste  preis,
General  Ludendorff  betonte  jedoch  die  militärische  Wichtigkeit
  einer  Angliederung  der  Festung  Lüttich  und  ihrer
Umgegend.  Der  Kaiser  entschied  schließlich  im  Sinne

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