Die  Antwort  auf  die  Papstnote

Anregungen  einer  ersten  und  gewissenhaften  Prüfung
unterzogen;  die  besonderen  Maßnahmen,  die  sie  in  engster
Fühlung  mit  der  Vertretung  des  deutschen  Volkes  für  die
Beratung  und  Beantwortung  der  aufgeworfenen  Frage
getroffen  habe  —  gemeint  war  die  Heranziehung  des
Siebenerausschusses  —,  legten  davon  Zeugnis  ab,  wie
sehr  es  ihr  am  Herzen  liege,  im  Einklang  mit  den  Wünschen
  des  Papstes  und  der  Friedenskundgebung  des
Reichstags  vom  19.  Juli  brauchbare  Grundlagen  für  einen
gerechten  und  dauerhaften  Frieden  zu  finden.  Mit  besonderer
  Wärme  eignete  sich  die  Antwort  die  in  der  Note
des  Papstes  ausgesprochene  Überzeugung  an,  daß  künftig
an  die  Stelle  der  materiellen  Macht  der  Waffen  die  moralische
  Macht  des  Rechts  treten  müsse.  ,‚Wir  teilen  die
Auffassung  Seiner  Heiligkeit,‘'  so  hieß  es  weiter,  „daß
bestimmte  Regeln  und  gewisse  Sicherheiten  für  eine
gleichzeitige  und  gegenseitige  Begrenzung  der  Rüstungen
zu  Wasser,  zu  Land  und  in  der  Luft  sowie  für  die  wahre
Freiheit  und  Gemeinsamkeit  der  hohen  See  diejenigen
Gegenstände  darstellen,  bei  deren  Behandlung  der  neue
Geist,  der  künftig  im  Verhältnis  der  Staaten  zueinander
herrschen  soll,  den  ersten  verheißungsvollen  Ausdruck
finden  müßte.  Es  würde  sich  sodann  ohne  weiteres  die
Aufgabe  ergeben,  auftauchende  internationale  Meinungsverschiedenheiten
  nicht  durch  das  Aufgebot  der  Streitkräfte,
  sondern  durch  friedliche  Mittel,  insbesondere  auf
dem  Wege  des  Schiedsverfahrens,  entscheiden  zu  lassen,

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