Die  elsaß-lothringische  Frage

betontes  „Niemals!“  ın  die  Welt.  Alle  anderen  Fragen,
die  in  dem  weitschichtigen  Koalitionskrieg  eine  Rolle
spielten,  mochten  sie  uns  angehen  oder  unseren  Bundesgenossen,
  wurden  damit  als  diskutabel  bezeichnet,  und
gleichzeitig  wurde  der  deutsch-französische  Gegensatz  für
uns  und  unsere  Mächtegruppe  als  der  entscheidende
Grund  für  die  Fortführung  des  Krieges  hingestellt.  Herr
von  Kühlmann  stellte  sich  also  in  der  Beurteilung  des
entscheidenden  Friedenshindernisses  auf  den  seit  dem
Frühjahr  1917  von  dem  Grafen  Czernin  vertretenen
Standpunkt,  lehnte  aber  die  von  diesem  gezogene  Konsequenz
  des  Verzichts  auf  Elsaß-Lothringen  kategorisch  ab.
Frankreich,  das  um  die  Mitte  des  Jahres  Zeichen  von  Verhandlungsbereitschaft
  gegeben  hatte,  wies  jetzt  jede  Preisgabe
  seiner  elsaß-lothringischen  Forderungen  weit  von  sich,
England  hatte  sich  auf  Frankreichs  elsaß-lothringische  Forderung
  festgelegt,  und  auch  die  Vereinigten  Staaten  ließen  erkennen,
  daß  die  Wiederangliederung  Elsaß-Lothringens  an
Frankreich  auch  für  sie  eines  der  wesentlichen  Kriegsziele  sei.

Ein  Versuch,  der  elsaß-lothringischen  Frage  durch
Zugeständnisse  an  die  elsaß-lothringische  Bevölkerung,
etwa  durch  die  Gewährung  der  bundesstaatlichen  Autonomie,
  die  Spitze  abzubrechen,  lag  nahe.  Die  Mehrheits
parteien  des  Reichstags  drängten  auf  eine  solche  Lösung,
und  Herr  Michaelis  hatte  auch  bereits  gegen  Ende  August
zugesagt,  daß  er  sich  über  diese  Frage  mit  den  Verbündeten
Regierungen  ins  Benehmen  setzen  werde.  Die  in  einem

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