Die  Kanzlerschaft  des  Herrn  Michaelis

Ausdruck  gebracht  worden,  daß  keinerlei  persönliche
Animosität  gegen  mich  vorliege,  daß  man  meine  Leistungen
anerkenne  und  wünsche,  daß  ich  auch  unter  der  neuen
Ordnung  der  Dinge  an  leitender  Stelle  im  Reichsdienst
bleibe.  Da  nun  aber  einmal  Übereinstimmung  darüber
bestehe,  daß  Herr  von  Payer  Vizekanzler  werden  müsse,
sei  man  auf  den  Gedanken  der  Schaffung  eines  neuen
Reichsamtes  gekommen,  dem  die  Bearbeitung  der  Angelegenheiten
  der  besetzten  Gebiete  und  der  auf  die
Friedensverhandlungen  bezüglichen  Fragen  zugewiesen
werden  solle.  Dieses  neue  Reichsamt  solle  mir  angeboten
werden,  und  gleichzeitig  sollte  ich  die  Mitgliedschaft  des
Preußischen  Staatsministeriums  behalten.  Die  Mitglieder
der  interfraktionellen  Kommission  seien  ausnahmslos  mit
diesem  Vorschlage  einverstanden  gewesen,  und  der  Vorschlag
  solle  am  Abend  den  vom  Reichskanzler  mit  den
weiteren  Verhandlungen  beauftragten  Staatssekretären
Graf  Roedern  und  von  Kühlmann  überbracht  werden.

Ich  antwortete  Herrn  Haußmann,  daß  mir  das  Einverständnis
  derjenigen  Person  zu  fehlen  scheine,  auf  die
es  doch  in  erster  Linie  ankomme,  und  das  sei  ich  selbst.
Ich  sei  bereit,  zu  gehen,  wenn  Kanzler  und  Kaiser  mich
gehen  ließen;  aber  ich  sei  nicht  bereit,  ein  anderes  Amt
zu  übernehmen.

Nach  dem  Besuch  des  Herrn  Haußmann  begab  ich
mich  zum  Grafen  Hertling;  ich  bestand  darauf,  daß  im
Interesse  der  Sache  wie  auch  meiner  Person  endlich  in

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