Beginn  der  Verhandlungen  in  Brest-Litowsk

      

empfindlich  zu  schwächen  drohte.  Diese  Möglichkeiten
mußten  nicht  nur  unsere  Aussichten  für  einen  militärischen
  Endkampf  erheblich  verbessern;  sie  erschienen
auch  geeignet,  unsere  westlichen  Feinde  zum  Nachdenken
zu  veranlassen  und  ihnen  das  Betreten  des  Weges  einer
billigen  Verständigung  nahezulegen.

Der  gute  Geist  unseres  Volkes  und  der  Menschheit  schien
den  Weg  zu  weisen,  der  aus  dem  völkerzermalmenden
Elend  des  Krieges  herausführte.

Der  Waffenstillstand  von  Brest-Litowsk

In  dem  Funkspruch  der  neuen  russischen  Regierung  vom
28.  November  1917  hieß  es:

„Der  Friede,  den  wir  beantragt  haben,  soll  ein  Völkerfriede
  sein,  er  soll  ein  Ehrenfriede  des  Einverständnisses
sein,  der  einem  jeden  Volke  die  Freiheit  der  wirtschaftlichen
  und  kulturellen  Entwicklung  sichert...  Wir  haben
die  Geheimverträge  des  Zaren  und  der  Bourgeoisie  mit
den  Verbündeten  veröffentlicht  und  diese  Verträge  für
unverbindlich  für  das  russische  Volk  erklärt.  Wir  beantragen,
  mit  allen  Völkern  öffentlich  einen  neuen  Vertrag
auf  der  Grundlage  des  Einverständnisses  und  der  Zusammenarbeit
  zu  schließen.  Unseren  Antrag  haben  die
offiziellen  und  offiziösen  Vertreter  der  regierenden  Klassen
der  verbündeten  Länder  mit  der  Weigerung  beantwortet,
die  Räteregierung  anzuerkennen  und  sich  mit  ihr  ins

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