Das  Wirtschaftsprogramm

dies  keine  leichte  Aufgabe;  denn  die  Wiederherstellung
der  deutschen  Rechte  und  des  deutschen  Eigentums  und
die  Vereinbarung  der  Entschädigung  für  den  Fall  der
Unmöglichkeit  oder  Untunlichkeit  dieser  Wiederherstellung,
ferner  die  Wiederherstellung  der  vertragsmäßigen  Grundlagen
  für  die  beiderseitigen  Wirtschaftsbeziehungen  erforderte
  angesichts  der  von  der  bolschewistischen  Regierung
  Rußlands  erstrebten  und  teilweise  bereits  in  Angriff
genommenen  Sozialisierung  von  Unternehmungen  sowie
von  Produktions-  und  Betriebsmitteln  auf  dem  Gebiete
der  Landwirtschaft,  des  Bergbaues,  der  Industrie  und  des
Handels  das  Einschlagen  neuer  Wege,  für  die  es  bisher
kein  Vorbild  gab.  Unser  Programm  fand  in  den  wesentlichen
  Punkten  die  Zustimmung  und  später  bei  den  Verhandlungen
  die  Unterstützung  unserer  Bundesgenossen,
namentlich  Österreich-Ungarns.

Dagegen  stimmte  es  mich  sehr  bedenklich,  als  ich  kurz
vor  der  Abreise  unserer  Delegation  gelegentlich  einer  am
17.  Dezember  beim  Reichskanzler  abgehaltenen  Besprechung
  mich  überzeugen  mußte,  daß  in  den  wichtigsten
politischen  und  territorialen  Fragen  eine  klare  Übereinstimmung
  weder  zwischen  uns  und  unseren  Bundesgenossen,
  noch  auch  zwischen  unserer  politischen  Leitung
und  der  Obersten  Heeresleitung  vorlag.

Die  Anfang  November  noch  von  mir  geleiteten  Besprechungen
  mit  dem  Grafen  Czernin,  bei  denen  Polen
im  Vordergrund  stand,  hatten  zu  keinem  Ergebnis  geführt.

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