Der  Ost-Friede



Heeresleitung  nun  einmal  bestand  und  deren  Ausgleich
nicht  restlos  gelungen  war.

Mir  blieb  nichts  übrig,  als  eindringlich  auf  die  Gefahren
  des  Fehlens  einer  einheitlichen  Linie  hinzuweisen.
Ich  überschritt  damit,  da  die  unausgeglichenen  Meinungsverschiedenheiten
  auf  politischem  und  territorialem
Gebiet  lagen,  ohnedies  schon  den  Rahmen  meiner  auf  die
wirtschaftlichen  Vorbereitungen  beschränkten  Befugnisse.
Zu  meiner  Sorge  mußte  ich  auch  hier  wieder  die  Beobachtung
  machen,  daß  der  Graf  Hertling  nicht  mehr  über  die
Kraft  verfügte,  um  solcher  Situationen  Herr  zu  werden
und  das  von  ihm  als  richtig  Erkannte  durchzusetzen.
Von  Herrn  von  Kühlmann  gewann  ich  den  Eindruck,
daß  er  sich  zu  sehr  auf  seinen  guten  Stern  verließ  und
darauf  rechnete,  es  werde  sich  schließlich  doch  alles
zurechtziehen.

Die  erste  Phase
der  Brester  Friedensverhandlungen

Am  22.  Dezember  1917  fand  in  Brest  die  erste  Verhandlung
  über  den  Frieden  statt.  Die  Leiter  der  auswärtigen
  Politik  sämtlicher  beteiligten  Staaten  waren,
abgesehen  von  dem  russischen  Volkskommissar  für  die
auswärtigen  Angelegenheiten,  der  sich  durch  Herrn  Joffe,
den  späteren  russischen  „Botschafter  in  Berlin,  vertreten
  ließ,  persönlich  anwesend.

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