Der  Ost-Friede



Zivilangehörigen  des  Gegners  zugefügten  Schäden  zu
ersetzen  sein.

6.  Die  Rückgabe  der  während  des  Krieges  besetzten
Kolonialgebiete  sei  ein  wesentlicher  Bestandteil  der
deutschen  Forderungen.  Dagegen  sei  die  Anwendung  des
Selbstbestimmungsrechts  der  Bewohner  auf  die  Kolonien
in  den  von  der  russischen  Delegation  vorgeschlagenen
Formen  zurzeit  nicht  durchführbar.

Außerdem  erklärte  Graf  Czernin  die  uneingeschränkte
Zustimmung  der  Vierbundmächte  zu  den  von  der  russischen
Delegation  vorgeschlagenen  Grundsätzen  der  Ausschließung
jedweder  wirtschaftlichen  Vergewaltigung.

In  Erwiderung  auf  diese  Erklärung  machte  der  Führer
der  russischen  Delegation  zwar  einige  Vorbehalte,  erklärte
jedoch  zum  Schluß,  daß  die  in  der  Antwort  der  Vierbundmächte
  enthaltene  offene  Ablehnung  aller  aggressiven
Absichten  die  Möglichkeit  biete,  sofort  zu  Verhandlungen
über  einen  allgemeinen  Frieden  unter  allen  kriegführenden
Staaten  zu  schreiten.  Mit  Rücksicht  hierauf  schlage  er
vor,  eine  zehntägige  Unterbrechung  der  Verhandlungen
eintreten  zu  lassen,  um  den  übrigen  kriegführenden  Völkern
die  Möglichkeit  zu  geben,  sich  auf  der  jetzt  gewonnenen
Grundlage  den  Verhandlungen  anzuschließen.  Nach  Ablauf
dieser  Frist  müßten  die  Verhandlungen  unter  allen  Umständen
  fortgesetzt  werden.  Auf  den  Vorschlag  des  Grafen
Czernin  und  des  Herrn  von  Kühlmann  erklärte  er  sich
jedoch  bereit,  sogleich  in  die  Besprechung  der  Einzelfragen

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