Der  Ost-Friede

Regierung  mitteilte,  daß  angesichts  des  Eintreffens  der
Delegationen  des  Vierbundes  am  alten  Verhandlungsort
auch  die  russische  Delegation,  dieses  Mal  unter  der  Führung
  des  Volkskommissars  für  die  auswärtigen  Angelegenheiten,
  des  Herrn  Trotzki  selbst,  nach  Brest-Litowsk
  kommen  werde  in  der  Überzeugung,  daß  man
sich  dort  über  die  Verlegung  der  Verhandlungen  auf
neutralen  Boden  unschwer  einigen  werde.

Die  zweite  Phase
der  Brester  Friedensverhandlungen

In  Erwartung  der  Ankunft  Trotzkis  und  seiner  Delegation
  wurden  in  Brest-Litowsk  zunächst  mit  den  Vertretern
  der  ukrainischen  Volksrepublik  die  Verhandlungen
begonnen.

Bei  der  Wiederaufnahme  der  Verhandlungen  mit  der
russischen  Delegation  am  9.  Januar  erklärte  Trotzki
zunächst,  angesichts  der  grundsätzlichen  Anerkennung  des
Selbstbestimmungsrechts  jeder  Nation  bis  zur  völligen
Lostrennung  kein  Hindenis  für  die  Teilnahme  der  ukrainischen
  Delegation  an  den  Friedensverhandlungen  zu
sehen.  Die  Frage,  ob  die  ukrainische  Delegation  eine
Unterabteilung  der  russischen  Delegation  darstelle  oder
ob  sie  in  diplomatischer  Beziehung  als  Vertretung  eines

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