Wiederaufnahme  der  Kriegshandlungen

Heeres  gegen  die  russischen  Bolschewisten  erbat,  die  in
die  Ukraine  eingerückt  waren.

Ebenfalls  an  demselben  Tag  verließen  die  Kommissionen
der  verbündeten  Regierungen,  die  nach  Abschluß  des
Waffenstillstandes  im  Dezember  1917  zur  Regelung  des
Austausches  der  Zivilgefangenen  und  dienstuntauglichen
Kriegsgefangenen  sowie  zur  Wiederherstellung  des  wirtschaftlichen
  Verkehrs  nach  Petersburg  entsandt  worden
waren,  die  russische  Hauptstadt.  Bezeichnend  war,  daB
ein  Wiener  Communique  diesen  Schritt  mit  der  ‚durch
die  Anarchie  bedingten  Unsicherheit‘“  begründete  und  hinzuiügte:
  „Sobald  die  Sicherheitsverhältnisse  in  Petersburg
es  gestatten,  wird  sich  die  Kommission  wieder  dorthin
zurückbegeben.“

Am  17.  Februar  begannen  die  deutschen  Truppen  im
Baltikum  und  in  Wolhynien  ihren  Vormarsch.  In  wenigen
Tagen  war  ganz  Livland,  fast  ganz  Estland  und  ein  großer
Teil  Wolhyniens  besetzt.

Am  20.  Februar  ließ  die  russische  Regierung  einen  Funkspruch
  ergehen,  lautend:  „Der  Rat  der  Volkskommissare
sıeht  sich  veranlaßt,  ın  Anbetracht  der  geschaffenen
Lage  sein  Einverständnis  zu  erklären,  den  Frieden  unter
den  Bedingungen  zu  unterzeichnen,  die  von  den  Delegierten
des  Vierbundes  in  Brest-Litowsk  gestellt  wurden.‘

Nun  schwenkte  auch  Graf  Czernin  ein  und  ließ  erklären:
Die  neue  Wendung  seı  ausschließlich  dem  ohne  Zögern
erfolgten  militärischen  Vorgehen  gegen  die  großrussische

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