Unterzeichnung  ohne  Verhandlungen

85  Stimmen  bei  26  Stimmenthaltungen  angenommen.
Dagegen  stimmten  insbesondere  die  „linken  Sozialrevolutionäre‘.


Am  2.  März  trafen  die  Delegationen  Rußlands  und  der
Vierbundmächte  in  Brest-Litowsk  wieder  zusammen.

Bereits  am  folgenden  Tag  unterzeichneten  die  russischen
Bevollmächtigten  die  ihnen  vorgelegten  Verträge  unter
ausdrücklichem  Verzicht  auf  eine  Durchberatung  und  auf
Abänderungsanträge.  Einen  förmlichen  Protest  erhoben
sie  gegen  einen  von  der  türkischen  Delegation  mit  Unterstützung
  der  übrigen  Vierbunddelegationen  erst  bei  dieser
neuen  Zusammenkunft  verlangten  Zusatz,  nach  dem  die
kaukasischen  Bezirke  Erdehan,  Kars  und  Batum  ohne
Verzug  von  den  russischen  Truppen  geräumt  werden
sollten  und  Rußland  sich  zu  verpflichten  hatte,  sich  in
die  Neuordnung  der  staatsrechtlichen  und  völkerrechtlichen
  Verhältnisse  dieser  Bezirke  nicht  einzumischen,
sondern  es  der  Bevölkerung  dieser  Bezirke  zu  überlassen,
die  Neuordnung  im  Einvernehmen  mit  den  Nachbarstaaten,
  namentlich  der  Türkei,  durchzuführen.  Aber  die
russische  Delegation  lieB  es  bei  dem  Protest  bewenden
und  unterzeichnete  auch  diese  Bestimmung.  Der  Führer
der  russischen  Delegation,  Herr  Sokolnikow,  erklärte:
Rußland  weiche  der  Gewalt,  der  Friede  sei  kein  Verständigungsfriede.
  Die  Randvölker  würden  unter  dem  Vorwand
  des  Selbstbestimmungsrechts  dem  EinfluB  des
Gegners  unterstellt,  um  die  dort  herrschenden  Klassen

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