          
Die  Verhandlungen  mit  Rumänien

schien  es,  als  ob  die  auf  die  Moldau  zusammengedrängte,
zwischen  die  Heere  des  Vierbundes  und  Rußlands  eingekeilte
  rumänische  Armee  den  Kampf  wieder  aufnehmen
wolle.  Nach  dieser  Richtung  arbeitete  insbesondere  die
rumänische  Königin,  unterstützt  von  General  Tscherbatscheff
  und  den  Militärmissionen  der  Entente.  Gegen  diese
Politik  machte  sich  in  Rumänien  selbst  eine  starke  Gegenströmung
  geltend.  Eine  Gruppe  angesehener  rumänischer
Politiker,  die  sich  um  den  alten  Peter  Carp  und  den  langjährigen
  Gesandten  in  Berlin,  Herrn  Beldiman,  scharte,
hatte  das  Eintreten  Rumäniens  in  den  Krieg  gegen  Deutschland
  stets  verurteilt  und  nahm  jetzt  scharfe  Front  gegen
das  rumänische  Königshaus,  dessen  verräterische  Politik
all  das  Unglück  über  das  Land  gebracht  hatte.  Diese
Gruppe  trat  mit  der  deutschen  Regierung  in  Fühlung,
um  sich  darüber  zu  vergewissern,  ob  Deutschland  geneigt
sei,  mit  einer  neuen  rumänischen  Regierung,  die  den
König  und  sein  Haus  für  des  Thrones  verlustig  erklären
würde,  in  Verhandlungen  einzutreten  und  einen  für
Rumänien  erträglichen  Frieden  abzuschließen.

Die  nach  dieser  Richtung  gehenden  Pläne  wurden  jedoch
durchkreuzt  durch  einen  Schritt  der  österreichisch-ungarischen
  Politik.  Kaiser  Karl  schickte,  soviel  ich  weiß,  ohne
die  Berliner  Regierung  zu  befragen  oder  auch  nur  zu
benachrichtigen,  Ende  Januar  1918  den  früheren  Militärattachè
  ın  Bukarest,.  den  Obersten  Randa,  in  geheimer
Mission  zu  dem  König  von  Rumänien  und  ließ  diesen

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