Der  Ost-Friede

neuen,  Deutschland  zugeneigten  Dynastie  eine  Stärkung
hätte  erfahren  müssen.

Wie  dem  aber  auch  sei  —  nachdem  der  Kaiser  von
Österreich  und  mit  ihm  die  österreichisch-ungarische
Politik  sich  auf  dıe  Erhaltung  der  rumänischen  Dynastie
festgelegt  hatte,  ließ  man  auf  deutscher  Seite  —  zur
großen  Enttäuschung  und  Verstimmung,  ja  Erbitterung
der  deutschfreundlichen  rumänischen  Politiker,  die  sich
bereits  stark  gegen  die  Dynastie  engagiert  hatten  —  die
Bedingung  der  Abdankung  des  Königs  fallen.  Ein  Boden
für  aussichtsreiche  Verhandlungen  war  aber  erst  vorhanden,
  nachdem  am  10.  Februar  das  Kabinett  Bratianu
demissioniert  hatte  und  durch  eine  neue  Regierung  unter
dem  Vorsitz  des  Generals  Avarescu  ersetzt  worden  war;
und  erst,  nachdem  späterhin,  am  19.  März,  der  den  Mittelmächten
  zuneigende  konservative  Führer  Marghiloman
als  Ministerpräsident  an  die  Stelle  von  Avarescu  getreten
war,  kamen  die  Verhandlungen  in  rascheren  Fluß.

Die  Verhandlungslage  war  von  Anfang  an  eine  äußerst
schwierige,  da  deutsche,  österreichisch-ungarische,  bulgarische
  und  türkische  Interessen  kreuz  und  quer  durcheinanderliefen
  und  vielfach  miteinander  in  Widerstreit
standen.

Deutschland  war  territorial  nicht  interessiert.  Dagegen
war  es  für  uns  von  Wichtigkeit,  uns  sowohl  für  die  Fortdauer
  des  Krieges  mit  den  Westmächten  und  Amerika,
wie  auch  für  die  Eventualität  eines  ‚„Wirtschaftskrieges

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