Der  Ost-Friede

einen  Teil  der  Bezirke,  die  sie  in  den  Balkankriegen  an
Bulgarien  verloren  hatte.  Bulgarien  seinerseits  setzte
diesen  Forderungen  den  stärksten  Widerstand  entgegen.

Diese  Lage  barg  so  starke  und  gefährliche  Konfliktsmöglichkeiten,
  daß  mir  angesichts  des  Fortganges  des  Krieges
mit  der  Koalition  unserer  Feinde,  die  auch  nach  dem
Ausscheiden  Rußlands  und  Rumäniens  eine  erdrückende
Übermacht  darstellte,  die  rasche  und  glatte  Beilegung
der  rumänischen  Fragen  als  eine  zwingende  Notwendigkeit
erschien.  Dazu  kam,  daß  einmal  die  Oberste  Heeresleitung
die  noch  an  der  rumänischen  Front  stehenden  Truppen
für  die  Durchführung  der  von  ıhr  im  Westen  geplanten
Offensive  dringend  benötigte  und  auf  einen  raschen
Abschluß  mit  Rumänien  hindrängte;  daß  ferner  die  Vorteile,
  die  man  sich  für  Deutschland  und  namentlich  auch
für  Österreich-Ungarn  auf  dem  Gebiet  der  Voiksernährung
von  dem  Friedensschluß  mit  der  Ukraine  versprach,  nur
dann  voll  ausgenutzt  werden  konnten,  wenn  durch  den
Friedensschluß  mit  Rumänien  der  Weg  über  die  Moldau
nach  den  wichtigsten  ukrainischen  Getreidebezirken
freigemacht  wurde.

Außerdem  schien  es  mir  geboten,  den  Frieden  so  zu
gestalten,  daß  für  die  Zukunft  ein  gutes  Verhältnis  zwischen
Deutschland  und  Rumänien  wieder  möglich  gemacht  würde.
Wir  hatten,  wenn  erst  der  Friede  wiederhergestellt  war,
mangels  direkter  Grenzen  mit  Rumänien  keine  Möglichkeit,
  mit  militärischen  Machtmitteln  auf  Rumänien  zu

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