Der  Ost-Friede

übernommenen  Verpflichtungen  wirtschaftlicher  Art,  von
deren  Erfüllung  die  Mittelmächte  eine  wesentliche  Entlastung
  ihrer  schwierigen  Ernährungslage  erwarteten,  wenn
überhaupt,  so  nur  dann  würde  nachkommen  können,  wenn
durch  eine  Säuberung  des  Landes  von  den  bolschewistischen
Unruhestiftern  Ordnung  und  Sicherheit  wiederhergestellt
werden  würden.  Im  Laufe  der  Monate  März,  April  und  Mai
wurde  in  häufigen  Kämpfen  mit  bolschewistischen  Truppen
und  Banden  das  ganze  Gebiet  der  Ukraine  bis  zum  Don,
einschließlich  der  Halbinsel  Krim,  von  unseren  Truppen,  zu
deren  Oberbefehlshaber  Anfang  April  der  Feldmarschall
von  Eichhorn  ernannt  wurde,  durchzogen  und  besetzt.
Schließlich  sah  sich  der  deutsche  Oberbefehlshaber  veranlaßt,
  auch  in  die  inneren  Verhältnisse  der  Ukraine  mit
bewaffneter  Hand  einzugreifen.  Die  Zentralrada  erwies  sich
immer  mehr  als  unfähig,  ihre  Autorität  durchzusetzen;  vor
allem  gelang  es  ihr  weder  die  von  ihr  übernommenen  Getreidelieferungen
  sicherzustellen  noch  auch  für  eine  ausreichende
  Frühjahrsbestellung  zusorgen.  Es  kam  zu  starken
Reibungen  mit  der  Zentralrada,  ja  zu  Anschlägen  gegen
das  Leben  der  deutschen  Offiziere  und  zu  scharfen  Maßnahmen
  des  deutschen  Oberbefehlshabers,  unter  anderem
zur  Verhaftung  einzelner  kompromittierter  Radamitglieder
aus  einer  Sitzung  dieser  Körperschaft  heraus.  Gleichzeitig
  kam  es  zu  einer  Auflehnung  der  Bauernschaft,
die  mit  den  kommunistischen  Enteignungsgesetzen  der
Rada  nicht  einverstanden  war..  Eine  Versammlung  von

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