Fortgang  des  Kleinkrieges

zu  Kampfzwecken  und  in  den  kaum  übersehbaren  Gebieten
zu  Besatzungszwecken  gebunden  blieb,  stellte  immer  noch
eine  stattliche  Armee  dar.  Dazu  kam,  daß  auch  jetzt
noch,  nach  dem  Ausscheiden  Rumäniens  aus  der  Reihe
unserer  kriegführenden  Feinde,  das  durch  die  griechische
Armee  verstärkte  Ententeheer  in  Saloniki  als  dauernde
Bedrohung  unseres  in  hohem  Maße  erschöpften  und  auf
unsere  Hilfe  angewiesenen  bulgarischen  Bundesgenossen
verblieb  und  daß  die  gleichfalls  stark  erschöpfte  türkische
Armee  in  Syrien  wie  in  Mesopotamien  einen  schweren
Stand  gegen  die  Engländer  hatte  und,  ebenso  wie  das
bulgarische  Heer,  auf  unsere  Hilfe  Anspruch  machte.
Auch  wirtschaftlich  brachten  uns  die  östlichen  Friedensschlüsse
  keineswegs  in  vollem  Umfang  die  erwartete  Entlastung.
  Die  Ukraine  blieb  mit  den  vertragsmäßig  zugesagten
  Getreidelieferungen  erheblich  im  Rückstand.  Nicht
nur,  daß  die  von  der  Zentralrada  mit  Hartnäckigkeit
versuchte  Verstaatlichung  des  Handels  es  nahezu  unmöglich
machte,  das  bei  den  Bauern  noch  vorhandene  Getreide
herauszuholen,  daß  die  Zeit  in  endlosen  Verhandlungen
über  die  Gestaltung  des  Austausches  verloren  wurde,  daß
die  Wiederherstellung  der  Verkehrsmittel  große  Schwierigkeiten
  machte  und  daß  die  politischen  und  sozialen  Unruhen
einen  geregelten  Wirtschaftsverkehr  nicht  aufkommen
ließen,  —  es  stellte  sich  auch  heraus,  daß  die  ukrainischen
Vertreter  bei  den  Friedensverhandlungen  die  noch  vorhandenen
  Bestände  an  Lebensmitteln  bedeutend  überschätzt

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