Die  Entscheidung

Aufdringlichkeit  spielte  sich  Herr  Maximilian  Harden,
einer  der  schlimmsten  Verderber  des  deutschen  Geistes,
als  Wilsons  Prophet  auf.  Immer  kleiner  wurde  die  Schar
derjenigen,  die  in  Wilsons  Ausführungen  nichts  anderes
erblickten  als  den  entschlossenen  Willen  der  Fortsetzung
des  Krieges  bis  zur  Niederwerfung  Deutschlands  und  die
mit  Doktrinarismus  und  Unkenntnis  europäischer  Verhältnisse
  gepaarte  Absicht  der  Bemäntelung  dieses  Kriegswillens
  mit  völkerbeglückenden  Ideen,  dazu  den  Versuch,
das  deutsche  Volk  in  sich  selbst  zu  entzweien  und  es  gegen
die  Monarchie  und  ihre  Träger  aufzuwiegeln.

Nichts  anderes  als  dieser  Wilson  hatte  nach  Lloyd
Georges  Bekundung  Lord  Lansdowne  in  seinem  Briefe
sagen  wollen.  Und  Lloyd  George  selbst?  —  Er  machte
in  seiner  Rede  vom  I5.  Dezember  aus  seinem  Herzen
wahrhaft  keine  Mördergrube.  Er  warnte  eindringlich  vor
den  Pazifisten,  die  auf  allerhand  Schleichwegen  England
zu  einem  voreiligen  Frieden  zu  bewegen  suchten.  Er
erklärte  es  für  einen  Wahn,  man  könne  den  Krieg  durch
einen  Völkerbund  beenden.  Das  sei  zwar  eine  gute  Sache
nach  dem  Siege,  aber  jetzt  klinge  der  Vorschlag  wie  ein
Scherz.  Wolle  man  ohne  Sicherheit  gegen  die  Wiederholung
  des  von  Deutschland  begangenen  Vertragsbruches
ein  neues  Abkommen  schaffen,  so  seı  das  aber  kein  Witz
mehr,  sondern  ein  Trauerspiel.  Er  gebe  nichts  auf  Worte
ohne  die  Kraft  und  Macht  des  Sieges.  Die  „Preußen“
—  er  sprach  mit  Absicht  nicht  von  den  „Deutschen“  —

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