Die  Entente  gegen  Friedensverhandlungen

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Regierung  bestehen  werde,  seien  sie  bereit,  mit  dieser
ihre  Kriegsziele  und  die  eventuellen  Bedingungen  eines
dauerhaften  und  gerechten  Friedens  zu  besprechen.  Herr
Pichon  erging  sich  dann  auf  eigene  Rechnung  in  Beschuldigungen
  gegen  Deutschland,  das  Rußland  von  seinen  Verbündeten
  trennen,  es  zerstückeln  und  berauben,  schlieBlich
  die  Revolution  niederwerfen  und  das  autokratische
Regime  unter  preußischer  Hegemonie  wieder  aufrichten
wolle.  Er  wiederholte  ferner  Frankreichs  Ansprüche  auf
:lsaß-Lothringen  und  schloß  mit  Clemenceaus  Parole:
„Zuerst  siegen!"

In  Rom  lehnte  der  Ministerpräsident  Orlando  in  einer
Rede  vor  dem  Senat  die  Friedensgrundlagen,  wie  sie  in
Brest-Litowsk  präzisiert  worden  waren,  ab,  da  sie  Frankreich
  ElsaB-Lothringen  und  Italien  die  unerlösten  Provinzen
vorenthielten.  Es  handle  sıch  bei  den  Mittelmächten  nicht
um  ein  aufrichtiges  Streben  nach  Frieden,  sondern  um
eine  hinterlistige  Friedensoffensive,  die  den  Geist  der
kriegführenden  Völker  zersetzen  und  vergiften  wolle.

Nicht  ganz  einfach  war  die  Lage  für  die  britische  Regierung.
  Der  Ernst  der  Situation,  von  dem  Lloyd  George
am  2I.  Dezember  im  Unterhause  offen  und  freimütig  gesprochen
  hatte,  und  die  Notwendigkeit  noch  stärkerer
Anstrengungen,  gegen  die  in  der  Arbeiterschaft  sich  Widerstände
  geltend  machten,  verstärkten  sichtlich  die  Geneigtheit
  großer  Teile  der  Bevölkerung,  einen  billigen  Frieden
anzunehmen.  Hochfahrende  Worte,  wie  sie  Lloyd  George

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