Die  Entscheidung

ausheben,  die  jetzt  noch  im  bürgerlichen  Leben  ständen.
Lloyd  George  sah  sich  genötigt,  an  die  Gewerkschaften,
deren  Zustimmung  und  Mitwirkung  für  das  Aufbringen
des  Heeresersatzes  unerläßlich  war,  am  IQ.  Januar  einen
neuen  dringenden  Appell  zu  richten.  ‚Wir  stehen  vor  der
Alternative,‘“  sagte  er,  „entweder  den  Kampf  mit  allen
Kräften  fortzusetzen,  oder  es  zu  machen  wie  das  russische
Heer  und  nach  Hause  zu  gehen...  Wenn  wir  nicht  bereit
sind,  mit  aller  Macht  Widerstand  zu  leisten,  werden  die
Deutschen  die  Herrschaft  über  die  Welt  antreten,  und  die
Demokratie  Englands,  Frankreichs,  ja  ganz  Europas  wäre
der  "grausamsten  Militärautokratie  ausgeliefert.  Resolutionen
  machen  auf  Hindenburg  keinen  Eindruck;  das
tuen  nur  Kanonen.“  Der  Kampf  gegen  die  preußische
Militärkaste,  so  fuhr  Lloyd  George  fort,  sei  derselbe,  den
er  mit  den  Arbeitern  in  England  gegen  die  Aristokratie
und  die  Privilegierten  geführt  habe,  und  er  hoffe,  daß  sie
auch  in  Zukunft  zusammen  gegen  alle  Privilegien  kämpfen
würden.  Er  schloß  mit  den  Worten:  ‚Wenn  jemand
irgendeine  gerechte  und  ehrenhafte  Lösung  zu  finden
weiß,  um  aus  diesem  Krieg  ohne  weiteren  Kampf  herauszukommen,
  so  mag  er  dies  um  Gottes  willen  sagen.
Meine  Überzeugung  ist,  daß  wir  nur  die  eine  Wahl  haben:
Weiterkämpfen  oder  unterliegen.“

Noch  niemals  hatte  man  bisher  im  Laufe  des  Krieges
solche  Worte  von  dem  den  Mund  leicht  etwas  voll
nehmenden  Walliser  gehört.

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