Reden  Czernins  und  Hertlings

zu  den  einzelnen  Punkten  des  Wilsonschen  Programms.
Hinsichtlich  der  auf  Italien  und  die  Balkanstaaten  bezüglichen
  Punkte  bemerkte  er,  daß  er  sich  weigere,  als
Assekuranz  für  feindliche  Kriegsabenteuer  zu  figurieren
und  einseitig  Konzessionen  zu  machen,  die  nur  den  Feinden
ermöglichten,  den  Krieg  ins  Endlose  fortzuschleppen.
Italien  habe  vor  seinem  Eintritt  in  den  Krieg  Gelegenheit
gehabt,  ohne  Schwertstreich  einen  großen  territorialen  Erwerb
  zu  machen;  es  habe  abgelehnt  und  Hunderttausende
an  Ioten  und  Milliarden  an  Werten  verloren,  nur  um  das,
was  es  umsonst  haben  konnte,  auf  immer  zu  verlieren.  In
bezug  auf  das  polnische  Problem  nähere  er  sich  den  Auffassungen
  Wilsons,  ebenso  in  anderen  Punkten,  so  daß  die
Erwägung  nahe  liege,  ob  nicht  ein  „Gedankenaustausch
zwischen  Österreich-Ungarn  und  den  Vereinigten  Staaten
den  Ausgangspunkt  für  eine  allgemeine  versöhnliche
Aussprache  bilden  könne‘.

Graf  Hertling  erkannte  in  seiner  Rede  an,  daß  sowohl
Lloyd  George  als  auch  Wilson  den  Ton  ihrer  Ausführungen
geändert  hätten.  Aber  dem  Optimismus,  wie  er  sich  daraufhin
  namentlich  in  manchen  Stimmen  des  neutralen  Auslandes
  zeige,  könne  er  nicht  ganz  folgen.  Nach  allgemeinen
Ausführungen  über  die  Friedfertigkeit  der  deutschen
Politik  besprach  er  der  Reihe  nach  die  14  Punkte  des
Wilson-Programms.

Mit  den  Punkten  ı,  2,  3  und  4  —  Ausschluß  der
Geheimdiplomatie,  Freiheit  der  Meere,  Wirtschaftsfreiheit,

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