Die  Entscheidung

Zu  Punkt  13,  Polen,  führte  der  Reichskanzler  aus,  nicht
die  Entente,  sondern  das  Deutsche  Reich  und  Österreich-Ungarn
  hätten  Polen  von  dem  seine  nationale  Eigenart
unterdrückenden  zaristischen  Regiment  befreit;  so  möge
man  denn  auch  Deutschland,  Österreich-Ungarn  und  Polen
es  überlassen,  sich  über  die  zukünftige  Gestaltung  dieses
Landes  zu  einigen.

Zu  Punkt  14,  Völkerbund,  erklärte  er,  daB  er  jedem
Gedanken  sympathisch  gegenüberstehe,  der  für  die  Zukunft
die  Möglichkeit  und  Wahrscheinlichkeit  von  Kriegen  ausschalte.
  Wenn  der  vom  Präsidenten  Wilson  stammende
Gedanke  des  Völkerbundes  bei  näherer  Ausführung  und
Prüfung  ergebe,  daB  er  wirklich  im  Geiste  vollkommener
Vorurteilslosigkeit  gefaßt  sei,  so  sei  die  Kaiserliche  Regierung
  gern  bereit,  wenn  alle  anderen  schwebenden
Fragen  geregelt  sein  würden,  einer  Prüfung  der  Grundlagen
eines  solchen  Völkerbundes  näherzutreten.

‘lm  Anschluß  an  diese  Stellungnabme  zu  den  Einzelpunkten
  des  Wilson-Programms  erkannte  Graf  Hertling
an,  daß  Wilsons  und  Lloyd  Georges  Ausführungen  Grundsätze
  für  einen  allgemeinen  Weltfrieden  enthielten,  denen
wir  zustimmen  und  die  Ausgangs-  und  Zielpunkte  für
Verhandlungen  bilden  könnten;  aber  in  den  konkreten
Punkten  sei  der  Friedenswille  weniger  bemerkbar.  Unsere
Gegner  erklärten  zwar,  sie  wollten  Deutschland  nicht  vernichten,
  aber  sie  schielten  begehrlich  nach  Teilen  des  Reichs
und  unserer  Verbündeten;  sie  sprächen  mit  Achtung  von

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