Die  Entscheidung

Verständnis  zu  zeigen  und  ihnen  gerecht  zu  werden.
Erneut  zeigte  sich,  daß  der  ‚„arbiter  mundi‘  trotz  seiner
hohen  Worte  dem  hohen  Beruf  nicht  gewachsen  war,  zu
dem  ihn  das  Schicksal  geführt  hatte.

Was  wollte  es  angesichts  der  Sachlage  bedeuten,  wenn
vereinzelte  Stimmen  bei  unseren  Gegnern  sich  für  einen
Frieden  im  Wege  der  Verständigung  erhoben,  wenn  nach
Lansdowne  z.  B.  der  frühere  britische  Minister  Runcıman
sich  für  einen  unmittelbaren  Gedankenaustausch  zwischen
Vertretern  der  kriegführenden  Parteien  als  den  einzigen
Weg  aussprach,  der  den  Weg  zum  Frieden  erschließen
könne!

An  der  Sachlage  wurde  auch  nichts  dadurch  geändert,
daß  Graf  Hertling  am  25.  Februar  im  Reichstag  den  vier
von  dem  Präsidenten  Wilson  in  seiner  Kongreßansprache
vom  ıI.  Februar  formulierten  Sätzen  ausdrücklich  und
grundsätzlich  beistimmte  und  unter  Bewegung  des  Hauses
erklärte,  daß  ein  allgemeiner  Friede  auf  solchen  Grundlagen
  erörtert  werden  könne.  Er  machte  allerdings  einen
Vorbehalt,  daß  diese  Grundsätze  nicht  nur  von  dem  Präsidenten
  der  Union  vorgeschlagen,  sondern  von  allen
Staaten  und  Völkern  tatsächlich  anerkannt  werden  müßten.

Die  Aussichtslosigkeit  der  Sache  des  Friedens  wurde
drei  Tage  nach  dieser  Erklärung  durch  eine  Erörterung
im  britischen  Unterhaus  bestätigt.  Auf  eine  Anfrage  aus
dem  Hause,  die  von  der  grundsätzlichen  Zustimmung  des
Grafen  Czernin  zu  den  vierzehn  Punkten  des  Wilson-390

