Die  Entscheidung

Grafen  Revertera*  im  Februar  1918  in  der  Schweiz  wiederaufgenommen
  worden  sind;  Graf  Czernin  hat  behauptet,
auf  Initiative  des  Herrn  Clemenceau.  Herr  Clemenceau
hat  nicht  die  Tatsache  dieser  neuen  Verhandlungen  und
deren  vom  Grafen  Czernin  dargestellten  Verlauf,  aber  seine
Initiative  auf  das  heftigste  bestritten  und  den  Grafen
Czernin  einen  Lügner  genannt.  Im  weiteren  Verlauf  dieses
Streites  hat  dann  Herr  Clemenceau  den  Brief  des  Kaisers
Karl  an  den  Prinzen  Sixtus  von  Parma  vom  31.  März
1917  veröffentlicht  und  dadurch  den  kaiserlichen  Herrn
des  Grafen  Czernin  und  diesen  selbst  in  eine  so  schwierige
Lage  gebracht,  daß  Graf  Czernin  sich  genötigt  sah,  am
14.  April  1918  seinen  Abschied  zu  nehmen.

Aber  die  Frage  der  Initiative  ist  hier  gleichgültig.  Wesentlich
  ist  lediglich  die  nicht  bestrittene  Tatsache,  daß
Graf  Czernin  im  Einvernehmen  mit  der  deutschen  Regierung
  die  Anfrage  des  Grafen  Armand,  die  er  als  im  Auftrage
Clemenceaus  gestellt  ansah,  in  den  letzten  Tagen  des  Februar
  1918  zum  Zweck  der  Mitteilung  an  Herrn  Clemenceau
dahin  beantworten  ließ,  Graf  Czernin  sei  zu  einer  ÄAussprache
  mit  einem  Vertreter  Frankreichs  bereit  und  halte
ein  Gespräch  mit  Aussicht  auf  Erfolg  für  möglich,  sobald
Frankreich  nur  auf  seine  Eroberungsabsicht  betreffs
Elsaß-Lothringens  verzichte.  Dem  Grafen  Revertera  wurde
hierauf  namens  des  Herrn  Clemenceau  erwidert,  dieser
sei  nicht  in  der  Lage,  die  vorgeschlagene  Verzichtleistung

u  nu

©  Siehe  oben  S.  145.

398