Der  erste  Offensivstoß

Die  große  Offensive

Während  die  Staatsmänner  beider  Parteien  über  Land
und  Meer  hinweg  von  Krieg  und  Frieden  redeten,  rollten
im  Westen  auf  beiden  Seiten  der  großen  Grabenlinien  Tag
und  Nacht  die  Eisenbahnzüge  zur  Front  mit  Hunderttausenden
  von  Kriegern  und  mit  ungezähltem  Material.
In  gespannter  Erwartung,  wie  kaum  je  seit  Kriegsbeginn,
harrten  die  Armeen  und  harrten  die  Völker  des  Erdenrundes
  des  gewaltigen  Sturmes.  Tiefes  Geheimnis  lag
über  den  Plänen  derer,  die  berufen  waren,  die  größte
Schlacht  aller  Zeiten  zu  lenken.  Zwar  stand  das  deutsche
Heer  allein  —  nur  hier  und  dort  stand  österreichische
Artillerie  zwischen  seinen  Reihen  —  fast  der  gesamten
Macht  der  Franzosen,  Engländer,  Belgier  mit  ihren  Hilfsvölkern
  und  den  sich  allmählich  in  größerer  Zahl  einfindenden
  Amerikanern  gegenüber.  Aber  niemand  bei
Freund  und  Feind,  der  nicht  gefühlt  hätte,  daß  dieses  Mal
der  Deutsche  auf  dem  weiten  Kampfgelände  Frankreichs
nach  dreieinhalb  Jahren  des  Abwartens  und  der  Verteidigung
  den  ersten  Schlag  führen  und  das  Gesetz  des
Handelns  vorschreiben  würde.

In  der  Nacht  zum  21.  März  begannen  zwischen  Scarpe
und  Oise  auf  der  80  Kilometer  langen  Front  gegenüber
den  Engländern  die  deutschen  Geschütze  zu  donnern.  Es
war  nicht  die  Einleitung  zu  einem  tage-  und  wochenlangen
  Trommelfeuer,  wie  es  unsere  Gegner  ihren  Ängriften

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