Pause  und  zweiter  Vorstoß

Nach  einigen  Tagen  des  Vorwärtsstürmens  kam  jedoch
die  Bewegung  ins  Stocken.  Die  Kräfte  von  Mann  und
Roß  begannen  nach  der  ungeheueren  Anspannung  zu  ermüden,
  die  Schwierigkeiten  des  Nachschubs  von  Material,
Munition  und  Proviant  wuchsen  mit  jeder  Meile,  die  nach
vorwärts  gewonnen  wurde.  Die  Eignung  der  modernen
Waffen,  namentlich  des  Maschinengewehrs,  zur  Verteidigung
  und  zum  Aufhalten  eines  nachdrängenden  Feindes,
bewährte  sich  aufs  neue.  So  gelang  es  Engländern  und
Franzosen,  sich  in  dem  weiten  Bogen  Arras-Montdidier-La
  Fere  zu  setzen.  Ein  am  28.  März  von  unseren  Truppen
gegen  die  starken  englischen  Stellungen  bei  Arras  unternommener
  Vorstoß,  der  diesen  wichtigen  Stützpunkt  dem
Feinde  entreißen  und  damit  den  nördlichen  Flügel  der
feindlichen  Stellung  aus  den  Angeln  heben  sollte,  schlug
fehl  und  wurde  alsbald  abgebrochen.

Die  Pause,  die  unsere  Heeresleitung  den  Gegnern  gönnte,
war  nicht  von  langer  Dauer.  Schon  am  6.  Aprıl  wurde
ein  Angriff  auf  die  feindlichen  Stellungen  südlich  der
ÖOise  angesetzt,  der  uns  in  kurzer  Zeit  in  den  Besitz  der
Höhen  zwischen  Oise  und  Aisne  mit  dem  festungsartig
ausgebauten  Schloß  von  Coucy  brachte.  Der  Hauptschlag
wurde  jedoch  dieses  Mal  im  Norden  an  der  Front  gegenüber
Lille  geführt.  Am  9.  Aprıl  warfen  unsere  Truppen  nach
kurzer  Artillerievorbereitung  in  überraschendem  Angriff
die  Engländer  und  Portugiesen  aus  ihren  Stellungen
zwischen  Armentieres  und  dem  La-Bassee-Kanal  und

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