Die  Entscheidung

Unseren  Feinden  dagegen  führte  Amerika  ständig  neue,
unverbrauchte  und  kampflustige  Kräfte  zu,  deren  Zahlen
man  zwar  bei  uns  nicht  kannte  und  wohl  auch  unterschätzte,
  deren  Anwesenheit  und  Eingreifen  auf  den
Schlachtfeldern  sich  aber  für  die  militärischen  Operationen
bereits  fühlbar  machte.  Jedenfalls  mußten  wir  mit  weiteren
  erheblichen  Verstärkungen  des  Feindes  durch  amerikanischen
  Zuzug  rechnen,  nachdem  sich  gezeigt  hatte,  daB
die  U-Boote,  entgegen  den  Voraussagungen  der  Marineautoritäten,
  nicht  in  der  Lage  waren,  den  gut  gesicherten
Truppen-  und  Materialtransporten  nennenswerten  Eintrag
zu  tun.

Auch  abgesehen  von  dem  Versagen  in  der  Verhinderung
amerikanischer  Militärtransporte  hatte  der  U-Bootkrieg
enttäuscht.  Die  Monatsleistung  an  versenkter  Tonnage
hatte  in  den  Monaten  April  und  Juni  1917  mit  mehr  als
r  Million  Bruttotonnen  ihren  Höhepunkt  erreicht.  Die
Vervollkommnung  der  Abwehrmaßnahmen  verringerte
die  monatliche  Versenkung  erheblich,  Im  Juni  Igıd
wurden  nach  den  Angaben  unseres  Admiralstabs  nur  noch
wenig  mehr  als  600  000  Bruttotonnen  versenkt,  im  Juli
IgI8  nur  noch  550  000  Tonnen.  Nach  den  britischen  Angaben
  waren  die  Versenkungen  noch  erheblich  niedriger.
Dagegen  nahm  die  Fertigstellung  von  Schiffen  auf  den
Werften  unserer  Gegner  jetzt  sehr  beträchtlichzu.  Während
in  den  Jahren  1915  und  1916  in  England  nur  651  000  und
542  000  Bruttotonnen  neu  gebaut  wurden,  stiegen  die

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