Die  Entscheidung

für  die  Sicherung  eines  guten  Friedens  unbedingt  notwendige
  Zusammenarbeit  zwischen  der  militärischen  und
politischen  Leitung  habe  aber  einen  Personenwechsel  zur
Voraussetzung.  Graf  Hertling  sei  infolge  seines  Alters
und  seiner  Kränklichkeit  aktionsunfähig,  und  zwischen
Herrn  von  Kühlmann,  dem  damit  die  politische  Leitung
zufalle,  und  den  Herren  von  der  Obersten  Heeresleitung
sei  ein  vertrauensvolles  und  enges  Zusammenarbeiten,
wie  es  die  Lage  mehr  denn  je  erfordere,  von  beiden  Seiten
her  unmöglich.  Wie  mehrfach  in  der  letzten  Zeit,  so  trat
mir  auch  bei  dieser  Unterhaltung  die  Frage  entgegen,  ob
ich  nicht  geneigt  sein  würde,  gegebenenfalls  das  Auswärtige
Amt  zu  übernehmen.

Auf  diese  letztere  Frage  antwortete  ich  mit  dem  Hinweis
darauf,  daß  Parlament  und  Presse  bei  der  Gegnerschaft,
die  sich  seit  meinem  Rücktritt  nicht  abgeschwächt,  sondern
eher  noch  verstärkt  hatte,  mir  eine  gedeihliche  Führung
der  auswärtigen  Politik  unmöglich  machen  würden.  Über
den  Inhalt  der  Unterhaltung  selbst  erstattete  ich  am
folgenden  Tage  dem  Grafen  Hertling  Bericht,  ohne  in  dem
springenden  Punkte,  daß  die  Oberste  Heeresleitung  selbst
die  Hoffnung  auf  eine  rein  militärische  Beendigung  des
Krieges  offenbar  aufgegeben  habe,  und  daB  diese  neue
Lage  alsbald  eine  auf  den  Grund  der  Dinge  gehende
Aussprache  zwischen  den  beiden  Faktoren  erfordere,  auf
volles  Verständnis  zu  stoßen.

Ein  von  der  Obersten  Heeresleitung  dem  Auswärtigen

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