Fehlen  militärisch-politischer  Zusammenarbeit

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Amt  zugeteilter  Offizier  hatte  in  diesen  Tagen  dem  Staatssekretär
  von  Kühlmann  eine  schriftliche  Ausarbeitung
übergeben,  in  der  er  die  Aussichtslosigkeit  einer  rein  militärıschen
  Beendigung  des  Krieges  und  die  Notwendigkeit
einer  die  Kriegführung  unterstützenden  diplomatischen
Aktion  darlegte.  Esliegtaufder  Hand,  daß  diese  Denkschrift
nicht  ohne  die  Billigung  der  Obersten  Heeresleitung,  insbesondere
  auch  des  Generals  Ludendorff,  überreicht  wurde.

Die  Kritik  an  der  Passivität  unserer  politischen  Leitung
  war  berechtigt.  Seit  den  diplomatischen  Distanzgesprächen
  in  den  ersten  beiden  Monaten  des  Jahres  I9I8
war,  soweit  ich  sehen  kann,  nach  Westen  hin  von  unserer
Diplomatie  überhaupt  nichts  mehr  geschehen.  Das  lag
zum  großen  Teil  daran,  daB  die  Leiter  der  politischen  Geschicke
  der  Zentralmächte  vom  Dezember  an  bis  in  den
Mai  hinein  sich  so  gut  wie  ausschließlich  durch  die  Verhandlungen
  über  die  östlichen  Friedensschlüsse  in  Anspruch
nehmen  ließen  und  in  jener  Zeit  nur  zu  seltenen  und  kurzen
Besuchen  aus  Brest-Litowsk  und  Bukarest  an  dem  Sitz
der  politischen  Leitung  erschienen.  Ich  habe  es  von  Anfang
an  für  einen  Fehler  gehalten,  daß  die  Herren  von  Kühlmann
  und  Graf  Czernin,  statt  sich  auf  die  Erteilung  allgemeiner
  Direktiven  und  Instruktionen  für  die  östlichen
Friedensverhandlungen  zu  beschränken,  sich  persönlich
als  Unterhändler  nach  Brest  und  Bukarest  begaben  und
sich  dort  für  viele  Monate  in  langwierigen  Einzelverhandlungen
  festhalten  ließen.  Obwohl  ich  mich  dem  Verdacht

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