Die  Entscheidung

aussetzte,  die  Leitung  der  Friedensdelegationen  für  mich
selbst  zu  erstreben,  habe  ich  diese  meine  Bedenken  schon
im  Dezember  1917  sowohl  dem  Grafen  Hertling  wie  Herrn
von  Kühlmann  dargelegt.  Als  die  Friedensverhandlungen
mit  Rumänien  im  Februar  1918  in  Fluß  kamen,  habe  ich
bei  beiden  Herren  angeregt,  die  Kumänen  und  die  anderen
Beteiligten  nach  Berlin  kommen  zu  lassen.  Aber  ich  drang
nicht  durch;  man  setzte  mir  vor  allem  entgegen,  daß  Graf
Czernin  fest  entschlossen  sei,  die  Verhandlungen  für  Österreich-Ungarn
  persönlich  zu  leiten  und  zu  diesem  Zweck
nach  Brest  und  Bukarest  zu  gehen,  was  uns  keine  Wahl
lasse,  als  den  Staatssekretär  des  Auswärtigen  gleichfalls  dorthin
  zu  entsenden.  Wie  erschwerend  überdies  die  Zuspitzung
des  persönlichen  Verhältnisses  zwischen  Herrm  von  Kühlmann
  und  den  maßgebenden  Männern  der  Obersten  Heeresleitung
  für  jede  intimere  Aussprache  war,  hatte  sich  schon
anläßlich  der  türkisch-bulgarischen  Schwierigkeiten  gezeigt.

Auch  jetzt,  nachdem  der  Reichskanzler  und  der  Staatssekretär
  des  Auswärtigen  deutlich  auf  die  Notwendigkeit
einer  militärisch-politischen  Zusammenarbeit  hingewiesen
worden  waren,  geschah  nicht  das  einzige,  was  in  dieser
Lage  hätte  geschehen  müssen:  eine  sofortige  Aussprache
zwischen  den  leitenden  militärischen  und  politischen
Persönlichkeiten  über  den  Stand  des  Krieges  und  die
zu  fassenden  Entschlüsse.

Dagegen  löste  die  Herrn  von  Küllmann  übergebene
Denkschrift  eine  andere  Wirkung  aus:  die  Reiclhstagsrede

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