Die  Entscheidung

des  Staatssekretärs  ‚auf  das  peinlichste  überrascht“
worden  sei.

Am  Nachmittag  erschien  Graf  Hertling  zur  Fortsetzung
der  Debatte  im  Reichstag  und  nahm  alsbald  das  Wort.
Er  habe  zunächst  nicht  die  Absicht  gehabt,  unter  den
gegenwärtigen  Verhältnissen  zu  sprechen,  und  zwar  wegen
der  Erfahrungen  mit  dem  Erfolg  der  bisherigen  Reden  bei
den  feindlichen  Staatsmännern.  Am  25.  Februar  habe  er
seine  grundsätzliche  Zustimmung  zu  den  in  der  Botschaft
des  Präsidenten  Wilson  vom  II.  Februar  aufgestellten
vier  Punkten  erteilt;  irgendeine  Antwort  sei  darauf  nicht
erfolgt;  ja  die  aus  Amerika  herübergedrungenen  Auslassungen
  hätten  erkennen  lassen,  daß  der  wahre  Zweck
des  propagierten  Völkerbundes  sei,  das  unbequeme,  aufstrebende
  Deutschland  zu  isolieren  und  ihm  durch  wirtschaftliche
  Abschnürung  den  Lebensodem  auszulöschen.
Es  habe  also  keinen  Zweck  gehabt,  den  damals  angesponnenen
  Faden  weiterzuspinnen.  Dagegen  habe  er  es
für  angemessen  gehalten,  daß  der  Staatssekretär  des  Auswärtigen
  Mitteilungen  über  die  Einzelheiten  unserer  politischen
  Lage  im  Osten  machen  möge;  dieser  Aufgabe  habe
sich  der  Staatssekretär  nach  seiner  Ansicht  in  durchaus
sachgemäßer  Weise  unterzogen;  dagegen  hätten  einige
seiner  Äußerungen  zu  seinem,  des  Kanzlers,  Bedauern  in
weiten  Kreisen  eine  mehr  oder  minder  unfreundliche  Aufnahme
  erfahren.  Auf  die  von  dem  Staatssekretär  gestreifte
  Schuldfrage  wolle  er  nicht  eingehen;  man  könne

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