Die  Entscheidung

Der  Wendepunkt

Die  durch  die  drei  Offensiven  an  der  Westfront  geschaffene
  Lage  drängte  auf  eine  Klärung.  Unsere  Front,  die  vor
dem  2I.  März  von  der  Nordsee  bis  Verdun  einen  gleichmäßig
  geschwungenen  flachen  Bogen  gezeigt  hatte,  verlief
  jetzt  in  grotesken  Kurven.  ‚Keilartig  markierten  sich
die  Erfolge  unserer  Offensiven  gegen  Hazebrouck,  gegen
Amiens,  gegen  die  Marne,  und  keilartig  sprangen  die  von
den  Feinden  gehaltenen  Stellungsteile  in  unsere  neue  Front
hinein,  zusammengehalten  von  wichtigen  und  starken
Stützpunkten,  wie  Ypern,  Arras,  Compiegne,  Reims.
Schon  daß  unseren  Frontkeilen  solche  Stützpunkte  und  die
nach  diesen  zusammenlaufenden  günstigen  Eisenbahnverbindungen
  fehlten,  gab  dem  Feind  einen  Vorsprung.
Außerdem  aber  mußte  die  Verlängerung  der  Front  für
uns  ungünstig  wirken  angesichts  der  Tatsache,  daß  die
zahlenmäßige  Überlegenheit  des  Feindes,  die  wir  niemals
ganz  hatten  ausgleichen  können,  durch  die  amerikanischen
Verstärkungen  immer  größer  wurde.

Untätiges  Abwarten  verbot  sich  in  dieser  Lage  von
selbst.  Die  Oberste  Heeresleitung  stand  vor  der  Wahl,
entweder  den  Versuch  zu  machen,  durch  einen  neuen
großen  Angriff  eine  Verbesserung  der  Front  nach  vorwärts
  herbeizuführen  und  womöglich  die  Entscheidung
zu  erzwingen;  oder  die  Offensiven  abzubrechen,  durch
Verkürzung  der  Front  nach  rückwärts  in  die  Defensive

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