Der  vierte  Offensivstoß

überzugehen,  in  günstigeren  Stellungen  den  Feind  anlaufen
  und  womöglich  verbluten  zu  lassen.

Die  Oberste  Heeresleitung  entschloß  sich  für  die  Fortsetzung
  der  Offensive.

Der  neue  Angriff  wurde  am  frühen  Morgen  des  15.  Juli
auf  langgestreckten  Frontteilen  beiderseits  Reims  angesetzt,
  von  unseren  Stellungen  an  der  Marne  an  bis  westlich
Reims  und  von  dem  Fort  La  Pompelle  im  Südosten
von  Reims  bis  zu  den  seit  Jahren  heftig  umstrittenen
Höhen  von  Massiges.

Die  Überraschung  glückte  dieses  Mal  nicht.  Der  Feind
hatte  den  Angriff  erwartet  und  umfangreiche  Maßnahmen
zur  Abwehr  getroffen.

Vor  allem  hatte  die  feindliche  Heeresleitung,  die  in  den
drei  Offensiven  des  Frühjahrs  die  Unwiderstehlichkeit
unserer  Feuerwalze  kennengelernt  hatte,  den  Schwerpunkt
  ihrer  Verteidigung  von  vornherein  in  ihre  zweiten
Stellungen  verlegt  und  die  ersten  Stellungen  nur  schwach
besetzt.  So  stieß  unser  Angriff  auf  die  erste  feindliche
  Linie  gewissermaßen  in  die  Luft,  während  der
Feind  in  seinen  durch  unser  Zerstörungsfeuer  nur  wenig
mitgenommenen  zweiten  Stellungen  unserem  weiteren
Vordringen  die  ganze  Wucht  seiner  Verteidigungsmittel
entgegenstellte.

Es  gelang  uns  zwar,  im  ersten  Anlauf  einige  wichtige
Stellungen  der  Fronten  östlich  und  südwestlich  von  Reims
zu  nehmen  und  die  Marne  an  mehreren  Stellen  zu

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