Die  Entscheidung

auch  hinsichtlich  der  tatsächlich  vorhandenen  und  brachliegenden
  kriegswichtigen  Rohstoffe,  wie  Kupfer,  Nickel,
Gummi,  Öle  usw.  Nach  außen  erschienen  die  Schwierigkeitenin
  der  Hauptsache  als  Folge  der  von  den  Bolschewiki
in  Angriff  genommenen  „Sozialisierung‘‘  der  Betriebe  und
Warenvorräte,  durch  die  der  freie  Handel  so  gut  wie
unmöglich  gemacht  wurde.  Die  inneren  Widerstände  aber
zeigten  sich  in  der  Iatsache,  daß  die  geschäftlichen  Verhandlungen
  mit  der  Bolschewikiregierung,  die  für  sich  die
Verfügung  über  die  in  Rußland  vorhandenen  Bestände
in  Anspruch  nahm,  von  dieser  ausnahmslos  dilatorisch
behandelt  wurden  und  steckenblieben.

In  diesem  ungeklärten  und  unerquicklichen  Stand  der
Dinge  kam  am  6.  Juli  ıgı8  die  Nachricht,  daß  Graf
Mirbach  in  dem  Hause  der  deutschen  Vertretung  ermordet
worden  sei  und  daß  ım  unmittelbaren  Anschluß  an  das
Attentat  die  Linken  Sozialrevolutionäre  versucht  hätten,
durch  einen  Aufstand,  der  indessen  rasch  niedergeworfen
wurde,  sich  der  Gewalt  zu  bemächtigen.  Die  Nachrichten
aus  den  verschiedenen  Quellen  über  die  Zusammenhänge
lauteten  zunächst  widerspruchsVoll  und  gaben  kein  klares
Bild;  aber  die  Tatsache  des  Verbrechens  warf  für  sich
allein  schon  ein  blitzartiges  Licht  auf  die  prekären,  ja
unhaltbaren  Verhältnisse,  mit  denen  wir  ın  Rußland  zu
rechnen  hatten.

Mich  hatte  die  Sorge  um  die  Gestaltung  unserer  Beziehungen
  zu  dem  Osten  seit  den  Brester  Verhandlungen

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