Die  Entscheidung

Kriegsschauplatz  schwinden  ließ  und  seitdem  ıch  wußte,
daß  unsere  Oberste  Heeresleitung  für  die  Beendigung  des
Krieges  diplomatischen  Sukkurs  verlangte.

Das  Bedürfnis,  über  die  Ostfragen  durch  eigenen  Augenschein
  Klarheit  zu  gewinnen  und  meine  Person  für  eine
uns  nach  Osten  hin  Luft  und  Rückendeckung  schaffende
Politik  einzusetzen,  war  in  mir  so  stark,  daß  ich  mich
dem  Reichskanzler  als  Nachfolger  für  den  Grafen  Mirbach
zur  Verfügung  stellte.

Dieser  Schritt  wurde  mir  um  so  leichter,  als  ich  nach
den  bisherigen  Erfahrungen,  namentlich  während  der
Verhandlungen  in  Brest-Litowsk  und  Bukarest,  wenig
Neigung  hatte,  die  mir  übertragene  Aufgabe  der  Zusammenfassung
  der  Vorarbeiten  für  die  wirtschaftlichen  Friedensverhandlungen
  fortzusetzen.  Ich  hatte  noch  einen  Versuch
gemacht,  den  künftigen  Verhandlungen  eine  bessere  Grundlage
  zu  geben  durch  eine  planmäßige  Heranziehung  der
sachverständigen  Kreise  unseres  Wirtschaftslebens.  Zu
diesem  Zweck  hatte  ich  die  Veranstaltung  einer  umfassenden
  Enquete  beantragt.  Auf  Grund  sorgfältig  ausgearbeiteter
  Fragebogen  sollten  kompetente  Vertreter
der  einzelnen  Zweige  unserer  Volkswirtschaft  über  ihre
bei  den  kommenden  Friedensschlüssen  zu  berücksichtigenden
  Wünsche  und  Bedürfnisse  in  kontradiktorischem
Verfahren  gehört  werden,  und  zwar  in  Gegenwart  und
unter  Mitwirkung  der  für  die  wirtschaftlichen  Friedensverhandlungen
  in  Aussicht  zu  nehmenden  Persönlichkeiten.

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