Die  Entscheidung

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Ich  hatte  noch  am  gleichen  Abend  und  am  nächsten
Vormittag  Gelegenheit,  meine  wichtigsten  Mitarbeiter
kennenzulernen,  mir  von  ihnen  über  den  Stand  ihrer
Geschäfte  berichten  zu  lassen  und  ıhre  Ansicht  über  die
Lage  zu  hören.  Alle,  Militär  und  Zivil,  stimmten  darin
überein,  daß  die  Bolschewikircegierung  von  innen  und
außen  schwer  bedroht  sei;  daß  es  ıhr  an  jeder  Spur  von
gutem  Willen  fehle,  aufrichtig  mit  Deutschland  zusammenzugehen;
  daß  sie  zwar  in  der  ernsten  Lage,  in  der  sie
sich  befinde,  einen  Bruch  mit  uns  vermeiden,  ja  nach
Möglichkeit  sich  unsere  moralische  und  materielle  Unterstützung
  sichern  wolle,  jedoch  jede  Deutschland  zugutekommende
  Maßnahme  unter  dem  Anschein  und  dem
Versprechen  des  Entgegenkommens  durch  den  zähesten
passiven  Widerstand  vereitele;  daß  das  offensichtliche
Bestreben  gewisser  im  Auswärtigen  Amt  einflußreicher
Leute,  mit  der  Bolschewikiregierung  intim  zusammenzuarbeiten
  und  namentlich  mit  ihr  die  Zusatzverträge
abzuschließen,  das  ganze  nichtbolschewistische  Rußland
geradezu  gegen  Deutschland  aufpeitsche,  ohne  uns  den
geringsten  greifbaren  Vorteil  zu  bringen;  daß  schließlich
die  deutsche  Vertretung  in  Moskau,  trotz  verstärkter
Bewachung  durch  ein  Lettenkommando,  nach  wie  vor
ernstlich  bedroht  und  ein  gedeihliches  Arbeiten  nicht  möglich
  sei.  Die  von  Berlin  in  Aussicht  genommene  Entsendung
von  dreihundert  Mann  in  Zivil  wurde  von  den  Militärs
als  ein  gänzlich  unzureichender  Schutz  bezeichnet.

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