Die  Berliner  Politik

soweit  deutsches  Eigentum  und  deutsche  Rechtein  Betracht
kamen,  gegen  eine  Pauschalvergütung  freie  Hand  für  die
Durchführung  Ihrer  ruinösen  Enteignungs-  und  Sozialisierungsideen
  gaben.  Dieser  Anschein  mußte  um  so  mehr
erweckt  werden,  als  seit  meiner  Abreise  von  Berlin  Herr
Joffe  durchgesetzt  hatte,  daß  die  uns  zu  gewährende
Pauschalsumme  auch  die  Entschädigung  für  diejenigen
Enteignungen  enthalten  sollte,  die  durch  ein  nach  Beginn
der  Verhandlungen  rasch  noch  erlassenes  Gesetz  vom
28.  Juni  Igıd  zwar  generell  angeordnet,  aber  im  einzelnen
noch  nicht  durchgeführt  waren.  Das  Zugeständnis,  das
der  Sowjetregierung  gestattete,  mit  der  Enteignung  deutschen
  Besitzes  &amp;  dıscretion  zu  schalten,  war  gegen
meine  ausdrückliche,  schon  ın  Berlin  ausgesprochene  und
von  Moskau  aus  telegraphisch  wiederholte  Warnung  vor
einer  solchen  Pauschalierung  pro  futuro  gemacht  worden.
Es  wurde  in  Rußland  geradezu  als  eine  Ermunterung  der
Enteignungs-  und  Sozialisierungspolitik  der  Bolschewisten
aufgefaßt.

Darüber  habe  ich  in  Moskau  nur  eine  Stimme  gehört,
daß  der  Abschluß  der  Zusatzverträge  auf  der  ın  Berlin
in  Aussicht  genommenen  Grundlage  uns  das  ganze  nichtbolschewistische
  Rußland  für  absehbare  Zeit  zum  bittersten
Feinde  machen  müsse.

Hatten  wir  mit  dem  nichtbolschewistischen  Rußland
ernsthaft  zu  rechnen,  oder  konnten  wir  es  für  unsere
Politik  als  quantit&amp;  n&amp;gligeable  behandeln?

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