Die  Entscheidung

2000

‚waren,  ebenso  alle  Bemühungen  der  Kaufleute,  die  wir
herangeholt  oder  zugelassen  hatten,  in  allen  den  Monaten
seit  dem  Abschluß  des  Brester  Friedens  gänzlich  früchtlos
gewesen.  Nicht  eine  einzige  Sendung  von  Nahrungsmitteln,
Rohstoffen  oder  sonstigen  Waren  irgendwelcher  Art  war
für  Deutschland  frei  zu  bekommen.  Die  ganze  Tätigkeit
unseres  großen  Wirtschaftsstabes  war  nichts  als  ein  Leeres-Stroh-Dreschen.
  Niemand  sah  eine  Aussicht,  daß  sich
unter  der  Herrschaft  der  Bolschewiki  hieran  etwas  ändern
würde.

Dazu  kam  schließlich,  daß  die  Bolschewiki  nach  wie
vor  mit  einer  kaum  zu  übertreffenden  Offenheit  ihre
Absicht  verkündigten  —  äuch  mir  persönlich  gegenüber  —,
Deutschland  mit  allen  Mitteln  zu  revolutionieren,  und
daß  wir  nach  den  bisherigen  Proben,  die  Lenin,  Trotzki,
Radek  und  Konsorten  an  Zielbewußtsein  und  Tatkraft
abgelegt  hatten,  in  keiner  Weise  berechtigt  waren,  diese
Ankündigungen  in  den  Wind  zu  schlagen.

Freilich,  wenn  wır  von  den  Bolschewikı  abrücken  und
nicht  ins  Leere  fallen  wollten,  dann  mußten  wir  uns
rechtzeitig  mit  den  Elementen  verständigen,  die  für  den
Aufbau  der  neuen  Ordnung  in  Betracht  kamen.

Voraussetzung  dafür  war  allerdings  —  das  trat  uns
überall  entgegen  —,  daß  wir  nicht  nur  diejenigen  Teile
der  Zusatzverträge  fallen  ließen,  die  eine  weitere  territoriale
  Verstümmelung  Rußlands  bedeuteten  und  als  eine
wirtschaftliche  Ausplünderung  und  Sabotierung  Rußlands

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